Beim Untergang eines Flüchtlingsschiffs vor der kolumbianischen Pazifikküste sind 104 Menschen ums Leben gekommen. Das offenbar völlig überladene Schiff sei bereits in der vergangenen Woche vom Hafen Manta in Ecuador aus in See gestochen und knapp 200 Kilometer vor der kolumbianischen Insel Malpelo gesunken, teilten kolumbianische und ecuadorianische Behörden am Mittwoch mit.
Nach zweimonatiger Irrfahrt auf dem Atlantik ist am Dienstag ein Boot mit rund 100 afrikanischen Flüchtlingen unter spanischem Begleitschutz auf den Kanaren gelandet. Die Küstenwache eskortierte das Fischerboot zunächst in den Hafen von Los Cristianos auf Teneriffa, dort wurden die ausgezehrten Menschen unter medizinischer Aufsicht an Land gebracht.
Libyen hat eine Massenbefreiung der inhaftierten Migranten vorgenommen. Nicht nur die 205 inhaftierten Eritreer in Braq wurden entlassen, sondern auch 2800 weitere Flüchtlinge und Migranten. Alle haben eine Aufenthaltserlaubnis für drei Monate erhalten, um sich Arbeit in Libyen zu suchen.
Samstag, 11. September 2010, 20.00 Uhr Arthur, Chemnitz
"Menschenrechte in Seenot"
Vortrag und Diskussion mit Elias Bierdel. Veranstaltung in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Sachsen. Ort: Arthur e.V., Hohe Straße 33, 09112 Chemnitz
Dienstag, 14. September 2010, 20.00 Uhr Korschenbroich
"Stoppt das Sterben an den EU-Außengrenzen!"
Elias Bierdel in der Reihe "Zeitgespräche" der Evang. Kirchengemeinde in Verbindung mit der Eine-Welt-Initiative Korschenbroich. Ort: Gemeindezetrum Korschenbroich, Freiheitsstr. 13
Ukraine. Flüchtlinge auf dem Weg nach Westeuropa werden immer häufiger von der ukrainischen Grenzpolizei gefasst und inhaftiert. Die Fotografin Dörthe Hagenguth reiste mithilfe eines VG-Bilkunst-Stipendiums mehrfach in die ukrainischen Karpaten und dokumentiert die Situation mit Bildern und Interviews in einer Slideshow.
Dankesrede von Elias Bierdel zur Verleihung des Ute Bock-Preis für Zivilcourage
Elias Bierdel erhielt im Januar 2010 den Ute-Bock-Preis für seine Organisation Borderline Europe – Menschenrechte ohne Grenzen, mit der er auf das Massensterben an den europäischen Außengrenzen aufmerksam macht.
Mohammed Yussif war einer der 37 Geretteten von der "Cap Anamur". Im April 2006 starb er mit zwanzig weiteren Flüchtlingen bei einem erneuten Versuch nach Europa zu gelangen, als ihr Boot im Sturm vor Lampedusa kenterte.