Die täglichen Dramen

Artikel aus 07.2006

31.07.2006, Hamburger Abendblatt

Mehr als 30 Tote trieben im Meer

Vor Italien und Malta sind am Wochenende bei zwei Flüchtlingstragödien vermutlich mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble verspricht, deutsche Grenzpolizisten als Unterstützung nach Lampedusa zu schicken.

31.07.2006, Oberösterreichische Nachrichten

Erneut mehrere tote Bootsflüchtlinge vor Afrika

Dakar/Teneriffa (APA,ag.) - Bei der Flucht übers Meer vor der Westküste Afrikas sind erneut mehrere Menschen gestorben. An einem Strand nördlich der senegalesischen Hauptstadt Dakar wurden die Leichen von zwölf mutmaßlichen Bootsflüchtlingen angeschwemmt. Alle Opfer seien Männer im Alter von schätzungsweise 25 bis 40 Jahren, teilte die Polizei am Montag mit.

30.07.2006, Die Neue Epoche

Italien: 13 Bootsflüchtlinge umgekommen

Rom - Bei der Überfahrt von Libyen nach Italien sind 13 Menschen nach Angaben weiterer Insassen im selben Flüchtlingsboot ums Leben gekommen. Sie seien an Entkräftung gestorben und ins Mittelmeer geworfen worden, teilten die 14 Überlebenden den italienischen Behörden mit. Die völlig erschöpften und unterernährten Flüchtlinge wurden vor der Küste Siziliens von der italienischen Marine gerettet und am Sonntag nach Palermo gebracht. Etwa die Hälfte von ihnen wurde dort ins Krankenhaus eingeliefert.

30.07.2006, IslaCanaria.Net

Kanaren - immer wieder tote Immigranten

Innerhalb der vergangenen 11 Tage stieg die Anzahl afrikanischer Immigranten, welche die Reise über den Atlantik nicht überlebten auf 12 an.

30.07.2006, Die Welt

Mehr als 30 Tote im Mittelmeer

Die Afrikaner waren per Boot Richtung Europa aufgebrochen. Mehr als 25 Menschen wurden erschöpft von Flüchtlingsschiffen gerettet. Sie hatten die Verstorbenen über Bord geworfen.

29.07.2006, heute.de/zdf

Flüchtlinge drei Wochen ohne Nahrung auf See

Auf dem Weg von Libyen nach Italien sind nach Zeugenberichten 13 illegale Einwanderer ums Leben gekommen. Überlebende der Überfahrt sagten der italienischen Nachrichtenagentur Ansa am Samstag, 13 Mitreisende hätten die Strapazen nicht überstanden. "Wir waren gezwungen, ihre Leichen ins Meer zu werfen", sagte einer der 14 Überlebenden.

29.07.2006, taz

Kanaren: wieder Flüchtlinge tot

MADRID/ROM epd/dpa - Der spanische Seerettungsdienst hat erneut ein Flüchtlingsboot mit mehreren Toten vor den Kanarischen Inseln aufgegriffen. Vier Menschen hätten die Überfahrt auf dem Kutter, der 100 Meilen vor Teneriffa in Seenot geraten sei, nicht überlebt, berichtete gestern der spanische Rundfunk. Insgesamt seien 30 Flüchtlinge an Bord gewesen...

25.07.2006, Die Presse (Wien)

"Ständig sammeln wir Leichen auf"

Für die Überfahrt ins Eldorado Europa setzen sie alles aufs Spiel - sogar ihr Leben. Jeden Sommer stranden Zehntausende Männer, Frauen, Kinder aus Afrika an den europäischen Küsten. Aber dieses Jahr sind es besonders viele. Meistens haben sie lebensgefährliche Odysseen hinter sich: Auf kleinen, überfüllten Booten müssen die Flüchtlinge tagelang ohne Wasser und Nahrung ausharren...

24.07.2006, tagesschau.de

Zwei Afrikaner tot aus Flüchtlingsboot geborgen

Auf ihrem Weg von Afrika nach Europa sind erneut zwei Flüchtlinge gestorben. Im Hafen von Arguineguin auf Gran Canaria seien die Afrikaner tot aus einem Boot geborgen worden, teilten die Behörden mit. Zwölf weiteren der insgesamt 48 Bootsinsassen gehe es gesundheitlich so schlecht, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten.

24.07.2006, n-tv.de

"Hunderte ertrinken"

Mit einem dramatischen Appell haben die südlichen EU-Staaten wirksame Hilfe gegen den wachsenden Flüchtlingsstrom auf dem Mittelmeer und vor den Kanaren gefordert...

18.07.2006, tagesschau.de

Mehr als 500 Flüchtlinge in Süditalien aufgegriffen

Bis zu 100.000 afrikanische Flüchtlinge machen sich jährlich auf den Weg über das Mittelmeer nach Europa. In überladenen Booten versuchen sie nach Spanien oder Italien zu gelangen. Allein auf der italienischen Insel Lampedusa wurden jetzt mehr als 500 Flüchtlinge aufgegriffen.

04.07.2006, Deutschlandfunk

Verbotene Rettung

Vor zwei Jahren rettete die deutsche Hilfsorganisation Cap Anamur 37 Afrikaner, die im Mittelmeer in Seenot geraten waren. Sie wurden nach Sizilien gebracht. Daraus ist ein Rechtsstreit zwischen dem Ex-Vorsitzenden von Cap Anamur , Elias Bierdel, und dem italienischen Staat entbrannt.