Die täglichen Dramen

Artikel aus 05.2007

31.05.2007, Passauer Neue Presse

Asylanten ziehen in BGS-Kaserne ein - 100 Plätze

Weil immer weniger Aussiedler nach Deutschland kommen, wird das Heim im Grafenhütter Weg »umgewidmet«. Bis zum Ende des Jahres werden in die ehemalige BGS-Kaserne Asylanten einziehen. Dies hat Bürgermeister Helmut Peter dem Stadtrat mitgeteilt.

30.05.2007, Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Die Zäune um die freien Märkte

Die Vereinigten Staaten bauen an der Grenze zu Mexiko für 1,2 Milliarden Dollar einen Zaun auf einer Länge von 1120 Kilometern: eine dreifache Stahlmauer, viereinhalb Meter hoch. Der Zaun scheint alle Vorurteile von amerikanischer Machtpolitik zu bestärken. Der Schein allerdings trügt - wie ein Blick auf das 18 Kilometer lange Geflecht aus Stahlnetzen zeigt, mit dem sich Europa in den marokkanischen Exklaven Ceuta und Melilla gegen afrikanische Flüchtliche zu schützen sucht. Keiner muss glauben, die EU-Abriegelung sei weniger drastisch als die der USA. Gestorben wird an beiden Grenzen. 600 bis 1000 Leichen spült das Meer jedes Jahr an die Strände der kanarischen Inseln. Die Zahl der toten Mexiko-Flüchtlinge wird auf 3000 bis 5000 in den vergangenen zehn Jahren geschätzt.

30.05.2007, Deutschlandfunk

Flüchtlingsdramen vor Malta

Im vergangenen Jahr sind mehr als 22.000 Schiffsflüchtlinge über das Mittelmeer nach Italien gelangt. Das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen spricht angesichts zahlreicher Todesfälle bei den Überfahrten von Zuständen wie im Wilden Westen. Ins Zwielicht gerät besonders die kleine Mittelmeerinsel Malta, denn dort sind selbst schiffbrüchige Flüchtlinge unerwünscht.

30.05.2007, Verbände Forum

amnesty: "Keine Abschiebungen in den Irak!"

Im Irak ist jeder Siebte aus Furcht um Leib und Leben auf der Flucht, im Kosovo müssen Serben und Roma mit gewaltsamen Übergriffen rechnen, in Sri Lanka herrscht seit Mitte 2006 ein de facto-Bürgerkrieg. Anlässlich der Innenministerkonferenz (IMK) am 31. Mai/01. Juni in Berlin hat amnesty international (ai) daher einen Abschiebungsstopp für Flüchtlinge aus dem Irak, dem Kosovo und Sri Lanka gefordert. „Wer Flüchtlinge in den Irak abschiebt, verschließt die Augen vor der katastrophalen Sicherheitslage dort“, sagte Julia Duchrow, Asyl-Expertin von ai Deutschland.

30.05.2007, Westfälische Rundschau

Das Sicherheitsrisiko an der Oder

837 Kilometer weit, von Pommerscher Bucht bis zum Dreiländereck bei Passau, erstreckt sich Grenzland. Die Bundespolizei sichert die Flussufer von Oder und Neiße, die Autobahn-Übergänge, die Erzgebirgskämme und die Täler des Bayerischen Waldes. Sie tut dies mit Streifengängen und modernster Technik, mit Spürhunden, Jeeps und Wärmebildgeräten für die Nachtsicht. Selbst kamera-bestückte Drohnen sind zum Einsatz gekommen. Sinn des aufwändig gestrickten Vorhangs: Verhindern, dass Schleuser illegale Einwanderer durch die Flussfurten bringen.

30.05.2007, Der Standard, Wien

Spanien nimmt von Malta abgewiesene Flüchtlinge auf

Madrid - Spanien hat sich bereit erklärt, eine Gruppe nordafrikanischer Flüchtlinge aufzunehmen, die von einem spanischen Schlepper aus Seenot gerettet wurde. "Wir können niemanden einfach ertrinken lassen", sagte ein Sprecher des spanischen Außenministeriums am Dienstag. Die Zuständigkeit bei der Aufnahme schiffbrüchiger Flüchtlinge müsse aber künftig klar geregelt werden, hieß es. Die geretteten Afrikaner stammen vermutlich aus der Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire). Sie werden wohl politisches Asyl beantragen.

29.05.2007, Der Standard, Wien

121 Flüchtlinge in Griechenland aufgegriffen

Athen - Vor den Inseln der Ostägäis sind in den vergangenen drei Tagen 121 Flüchtlinge aufgegriffen worden. Am Dienstag gingen den Behörden vor der Insel Chios 16 Einwanderer, darunter auch sechs Kinder, ins Netz. Weitere 16 Zuwanderer wurden vor der Kleininsel Farmakonisi entdeckt. Zudem griff die griechische Küstenwache seit Pfingstsonntag vor den Inseln Lesbos, Samos und Agathonisi insgesamt 89 Einwanderer auf.

29.05.2007, Wiener Zeitung

Kommentar: EU-Einsatztruppen für Grenzschutz

Die Europäische Grenzschutzagentur wird mit einer schnellen Eingreiftruppe ausgestattet, die den massiven Zustrom illegaler Einwanderer in die Europäische Union unterbinden soll. Fußnoten eines Europarechtlers - Von Waldemar Hummer.

29.05.2007, Deutsche Welle

Mittelmeer-Staaten lassen Flüchtlinge im Wasser treiben

Wenn Boote mit afrikanischen Flüchtlingen im Mittelmeer kentern, dauert ihre Rettung oft lange, weil die Zuständigkeiten zwischen den Ländern ungeklärt sind. Die EU kritisiert diese zögerliche Haltung der Staaten scharf. Jedes Schiff habe die Pflicht, Leben zu retten, erklärte der Sprecher von EU-Innenkommissar Franco Frattini am Dienstag in Brüssel. "Dazu besteht nicht nur eine moralische Verpflichtung, sondern auch eine juristische", sagte Friso Roscam Abbing. "Wir appellieren an alle Mitgliedstaaten, sich um die Einwanderer zu kümmern", erklärte er.

29.05.2007, Hannoversche Allgemeine

„Wildwest auf dem Mittelmeer“

Als die italienischen Armeepiloten am Pfingstsonnabend das Mittelmeer routinemäßig nach Flüchtlingsbooten absuchen, trauen sie ihren Augen nicht. Tief unter ihnen, unter sengender Sonne, spielt sich ein Flüchtlingsdrama ab, wie es Italien bislang noch nicht erlebt hat: 27 Afrikaner, allesamt Männer, klammern sich an riesige Fischkäfige, die ein Schlepper langsam durchs Meer zieht. Die Käfige für die Tunfischzucht waren zur Rettungsinsel für die Flüchtlinge geworden. Ungeklärt blieb, wie viele Menschen an Bord ihres untergegangen Flüchtlingsbootes waren und ob es Tote gab.

28.05.2007, The Independant, London

Europas Schande

Malta, Lampedusa ... das sind die letzten Schnappschüsse aus dem mörderischen Mittelmeer, jener Wasserstraße vor den südlichen Toren der Europäischen Union, von denen der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge sagt, sie seien geworden "wie der Wilde Westen, wo menschliches Leben keinen Wert mehr hat und Menschen ihrem Schicksal überlassen werden". Bis zu 10.000 Afrikaner haben wohl bisher den Versuch, übers Mittelmeer nach Europa zu gelangen, nicht überlebt. (...) Sie starben, nicht weil Hilfe unmöglich war, sondern weil niemand etwas tun wollte. (Kommentar in engl. Sprache)

28.05.2007, The Times, Malta

Illegale Migranten dümpeln im Ungewissen

Nach ihrer Rettung durch einen spanischen Trawler rund 87 Meilen südlich von Malta ist das Schicksal von 26 illegalen Immigranten weiterhin ungewiß. Mittlerweile droht der Vorfall diplomatische Spannungen zu verursachen. Die maltesischen Behörden machten dem Eigentümer des spanischen Schiffs deutlich, daß sie nicht bereit sind, die Einwanderer an Land zu lassen, da diese im Überwachungs-Bereich der libyschen Küstenwache an Bord genommen worden seien. Das Militär kündigte an, den Trawler unter enger Beobachtung zu halten. (Meldung in engl. Sprache)

28.05.2007, Der Standard, Wien

27 Flüchtlinge vor libyscher Küste gerettet

Lampedusa - Dramatische Rettungsaktion auf dem Mittelmeer: Ein Schiff der italienischen Marine hat am späten Samstagabend 27 Afrikaner an Bord genommen, die sich nach dem Untergang ihres Flüchtlingsbootes zunächst auf Käfige zur Tunfischzucht gerettet hatten. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete, hatten sich die Afrikaner über 24 Stunden lang an die Käfige geklammert. Die Rettung rund 60 Seemeilen vor der libyschen Küste habe sich zunächst fast über einen Tag hinausgezögert, weil sich Libyen und Malta über die Zuständigkeit gestritten hätten. Ungeklärt blieb allerdings, wie viele Menschen an Bord des untergegangen Flüchtlingsbootes waren und ob es Tote gab.

27.05.2007, Basler Zeitung

Neues Flüchtlingsdrama vor Malta - 30 Überlebende

Rom. DPA/SDA/baz. Zwischen Nordafrika und der Mittelmeerinsel Malta hat sich erneut ein Flüchtlingsdrama ereignet. Etwa 30 Passagiere überlebten den Untergang eines Flüchtlingsbootes, indem sie sich auf Käfige zur Tunfischzucht retten konnten. Das berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Samstag. Ein maltesischer Schlepper habe die Menschen rund 120 Seemeilen südlich von Malta in libyschen Gewässern entdeckt und Alarm geschlagen. Die maltesischen Behörden seien dabei, eine Rettungsaktion zu organisieren. Unklar war, wieviele Menschen an Bord des Flüchtlingsbootes gewesen waren. Zugleich setzen italienische Behörden - trotz schwindender Hoffnungen - die Suche nach einem «Phantomschiff» fort, dass seit vergangenen Montag mit rund 53 Flüchtlingen an Bord spurlos verschwunden ist.

26.05.2007, Telepolis

Flüchtlingselend als Tourismusattraktion?

Die Ankunft von Flüchtlingsbooten auf den Kanarischen Inseln lässt Touristen drängeln, die sich das Schauspiel nicht entgehen lassen wollen. Auch in diesem Frühling steigt die Zahl der Flüchtlinge wieder an, die in Booten die Überfahrt von Afrika auf die Kanarischen Inseln schaffen. Zahlreiche Touristen finden sich ein, wenn die Boote in einen Hafen geschleppt werden. Bilder von elenden Gestalten werden geschossen, die lange Tage auf dem Meer verbrachten. So verschaffen sich Touristen eine schaurige Abwechslung im Urlaubsalltag. Die Überwachung der Küste vor Westafrika hat dazu geführt, dass alte und kurze Routen aus Marokko wieder belebt und neue Routen gefunden werden. Inzwischen kommen auch Boote auf Mallorca an. Das Thema wird im Wahlkampf zu den Regional- und Kommunalwahlen am kommenden Sonntag benutzt, weshalb die sozialistische Regierung mit Massenabschiebungen Tatkraft beweist.

26.05.2007, espace.ch

Dann brach der Kontakt ab

Flüchtlingsdrama im Mittelmeer: Das Bild zeigt 57 Flüchtlinge – 28 Männer, 23 Frauen, 6 Kleinkinder – in einem überfüllten Holzboot mit Aussenbordmotor im Mittelmeer. Das Foto wurde letzten Montag um 9.30 Uhr von einem maltesischen Aufklärungsflugzeug aufgenommen, 88 Seemeilen südlich von Malta. Die Flüchtlinge stammen aus Eritrea, sie hatten die Wüste durchquert, um dann von Libyen aus Richtung Europa in See zu stechen – in der Hoffnung auf ein besseres Leben, wie dies jedes Jahr Tausende tun.

25.05.2007, Kanaren Nachrichten

Flüchtlingsboot mit 93 Immigranten erreicht Kanaren

Nachdem bereits in der Nacht, sowie am Morgen des gestrigen Donnerstags 41 afrikanische Immigranten in zwei Booten die Inseln Gran Canaria und Teneriffa erreichten, kamen am Abend 93 Afrikaner mit einem Cayuco auf El Hierro, der westlichsten und kleinsten der Kanareninseln an. Das Boot wurde einige Seemeilen vor Tamaduste von einem Helikopter der G.I.E. (Grupo de Intervención en Emergencias) entdeckt und später von der 'Salvamar Adhara', einem Patroullienboot der Seerettung in den Hafen von La Estaca eskortiert.

25.05.2007, Täglicher Anzeiger Holzminden

Marine rettet 121 Flüchtlinge aus dem Meer

Die marokkanische Marine hat 121 afrikanische Flüchtlinge aus dem Atlantik gerettet, deren Boot in Seenot geraten war. Die 63 Gambier, 57 Senegalesen und ein Ivorianer seien in Richtung der Kanarischen Inseln unterwegs gewesen, meldete die marokkanische Nachrichtenagentur Map. Bereits am 17. Mai hatten die marokkanischen Behörden 130 afrikanische Flüchtlinge vor der Atlantikküste aufgespürt.

25.05.2007, Frankfurter Rundschau

Pro Asyl fordert Abschiebestopps

Knapp eine Woche vor Beginn der Innenministerkonferenz in Berlin hat die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl Abschiebestopps für Flüchtlinge aus Sri Lanka, dem Irak, Afganistan, dem Kosovo und Tschetschenien gefordert. Es bedürfe endlich klarer Regelungen, erklärte die Organisation am Freitag in Frankfurt. "Es ist unverständlich, dass die Bundesregierung mit Unterstützung der Innenminister Verhandlungen über die Abschiebung irakischer Flüchtlinge mit der irakischen Regierung und der Regionalregierung Nordkurdistans führt", kritisierte Pro Asyl.

25.05.2007, Telepolis

Frontex als Schrittmacher der EU-Innenpolitik

Die Grenzschutztruppe mit den Soforteinsatzteams entzieht sich weitgehend der Kontrolle des EU-Parlaments. Neben dem Einfluss auf das Budget kann das Parlament lediglich Berichte von FRONTEX einfordern, von denen jedoch im vornherein feststeht, dass sie oberflächlich bleiben und keinen Einblick in die operative Tätigkeit der Behörde ermöglichen werden, da dies nach Angaben ihres Exekutivdirektors Ilkka Laitinen den Erfolg der Missionen gefährden würde. Der Frontex-Jahresbericht für 2006 umfasst gerade 35 Seiten, wobei die ersten operativen Einsätze Hera I und Hera II vor den Kanaren gerade auf einer Seite abgehandelt werden. Immerhin wird berichtet, wie viele Schiffe und Flugzeuge aus welchen Mitgliedsstaaten beteiligt waren. 5.000 Menschen seien bereits in Afrika von einer Überfahrt abgehalten worden, 3.887 Migranten in 57 Booten seien nahe der afrikanischen Küsten gestoppt und umgeleitet worden. Wohin, mit welchen Mitteln und auf Grundlage welcher internationaler Abkommen dies geschah, wird im Bericht nicht angegeben.

25.05.2007, Berliner Zeitung

Bleiberecht: Wenig Chancen für Flüchtlinge

Vom neuen Bleiberecht profitieren nur knapp 40 Prozent der Flüchtlinge, die in Berlin einen Antrag auf Daueraufenthalt gestellt haben. Das geht aus der vorläufigen Statistik der Ausländerbehörde hervor, die der Berliner Zeitung vorliegt. Bisher haben erst 231 Flüchtlinge eine solche Aufenthaltsberechtigung erhalten. Die Mehrheit der Anträge wird dagegen abgelehnt. Demnach müssen 346 Flüchtlinge mit einer Abschiebung rechnen.

24.05.2007, Radio MegaWelle

Wieder Flüchtlinge auf den Kanaren angekommen

In den frühen Morgenstunden erreichten zwei Cayucos die kanarischen Inseln. Fischer, die sich vor Los Abrigos aufhielten, entdeckten die Boote, als sie etwa 30 Metern ohne Treibstoff vor der Küste trieben. Die Polizei schleppte 25 Afrikaner in den Hafen von Los Cristianos und 16 Flüchtlinge in den Hafen von Arguineguín auf Gran Canaria. Drei der Einwanderer wurden zur Untersuchung in Krankenhäuser gebracht. Sie litten an Untertemperatur und hatten Quetschungen.

24.05.2007, freenet

System zur Vernetzung der Grenzschutzbehörden

Die EU will die Überwachung ihrer südlichen Seegrenzen besser koordinieren, um die illegale Einwanderung einzudämmen: Zu diesem Zweck startet die EU-Grenzschutzagentur Frontex heute ein System zur Vernetzung der Grenzschutzbehörden der einzelnen EU-Staaten. Praktisch soll das beispielsweise bedeuten, dass italienische und französische Schiffe nicht am selben Tag in derselben Zone des Mittelmeers verdächtige Boote kontrollieren. Später einmal sollen unter Führung von Frontex mehrere EU-Staaten gemeinsame Kontrolloperationen in Regionen wie den Kanaren, dem Süden Spaniens und Italiens ausführen.

24.05.2007, Lausitzer Rundschau

Ganz unbürokratisch illegal in die Europäische Union

Spezielle Reisebüros in der Ukraine vermitteln ganz besondere Ausflüge. Für einen Preis von 2000 Euro aufwärts geht es für die Kunden geradewegs in die Europäische Union, ohne irgendwelchen Papierkram, sondern unbürokratisch illegal. Hunderte Ukrainer gelangten auf diese Weise von April 2004 bis Februar 2006 an ihr Reiseziel Spanien, Italien, Frankreich oder Belgien.

24.05.2007, Kanaren Nachrichten

Zwei Flüchtlingsboote mit 41 Afrikanern erreichen Gran Canaria und Teneriffa

Nach den Massenankünften von Flüchtlingsbooten in der Vorwoche, als über 500 Immigranten die Kanareninseln Teneriffa, Gran Canaria und El Hierro erreichten, kamen die ersten beiden Boote der aktuellen Woche am frühen Morgen des heutigen Donnerstags (24. Mai) in Los Cristianos und Arguineguin an. Das erste Boot, eine Patera mit 16 Nordafrikanern an Bord, erreichte die Kanareninsel Gran Canaria kurz vor Mitternacht des 23.Mai. Das Boot war einige Meilen vor der Südküste von einem Patroullienboot der Guardia Civil entdeckt worden und dann in den Hafen von Arguineguin begleitet worden.

23.05.2007, Kölner Stadt-Anzeiger

In den Lagern herrschen Elend und Gewalt

Die Einheimischen betrachten die Flüchtlinge seit langem als eine „tickende Zeitbombe“. Sie können sich nicht vorstellen, wie schrecklich die Situation im Lager ist“, klagt ein etwa 50-jähriger Palästinenser, dem es gemeinsam mit Tausenden anderen Menschen gelungen ist, während einer inoffiziellen Feuerpause das seit drei Tagen heftig umkämpfte Lager Nahr al-Bared zu verlassen. „Kein Strom, keine Nahrungsmittel, kein Wasser, kein Krankenhaus im Lager“, sagt er. „Viele Leute sind verwundet, viele liegen im Sterben.“

23.05.2007, Spanien Bilder

amnesty international kritisiert Spanien

Im Jährlichen Report von Amnesty International wird auch Kritik an Spanien geübt. Kritisiert werden die Zunahme von Polizeigewalt und Folter und die schlechte Behandlung von illegalen Einwanderern und Asylsuchenden. Amnesty International geht in seinem Jahresbericht über die Menschenrechte davon aus, dass in Spanien Folter und Misshandlungen bei den spanischen Polizeibehörden durchaus üblich sind. Auch seien Staatsbeamte für rassistische Gewalt in verantwortlich. Benannt wurde der Tod von 13 Flüchtlingen an der Grenze von Ceuta und Melilla im September und Oktober 2005, der nie richtig aufgeklärt geschweige den untersucht worden sei. Auch der Tod von drei weiteren Immigranten, die an der Grenze von Melilla drei Monate später starben, wurde nie richtig untersucht. Stattdessen überwies Spanien Geld an Marokko, damit dieses seine Grenzen und damit die spanische Grenze besser schütze, ungeachtet der Menschenrechtssituation in diesem afrikanischen Land.

23.05.2007, Täglicher Anzeiger

Boot mit 53 Flüchtlingen vor Malta verschollen

Die italienische und maltesische Küstenwache haben die Suche nach einem seit Tagen vor der Mittelmeerinsel verschollenen Flüchtlingsboot mit 53 Menschen an Bord eingestellt. Das Boot war 145 Kilometer vor Malta schiffbrüchig geworden und drohte wegen eines Motorschadens zu sinken. Ein Flugzeug hatte es am Montag entdeckt und aus der Luft fotografiert. Die herbeigeeilte Küstenwache fand das Schiff später jedoch nicht mehr vor. Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) in Italien kritisierte die Einstellung der Suche. Ein Schiff könne nicht einfach verschwinden, sagte eine Sprecherin.

23.05.2007, stern.de

Libanon: Tausende sind auf der Flucht

Nach drei Tagen heftiger Gefechte zwischen der libanesischen Armee und Kämpfern der radikalen Islamistengruppe Fatah al Islam im palästinensischen Flüchtlingslager Nahr al-Bared im Norden des Libanon hat eine Massenflucht der Bewohner begonnen. Vor allem Frauen mit Kindern und alte Menschen verließen am Dienstagabend zu hunderten in Autos und auf Lastwagen das Lager Nahr bei Tripoli. Viele Flüchtlinge versuchten auch, sich zu Fuß in einem benachbarten Palästinenserlager in Sicherheit zu bringen.

22.05.2007, n-tv

Flüchtlingsdrama vor Malta: 50 Menschen vermisst

Vor der Mittelmeerinsel Malta hat sich vermutlich ein neues Flüchtlingsdrama mit über 50 Toten ereignet. 24 Stunden nach dem Verschwinden eines Bootes rund 90 Meilen südlich der Insel konnte die maltesische Armee am Dienstag auch nach stundenlanger Suche keine Überlebenden bergen. Die Hoffnung, doch noch Überlebende zu finden, würde immer geringer, hieß es. Auf dem Boot, das von Nordafrika aus seine gefährliche Überfahrt gestartet hatte, sollen 53 Menschen gewesen sein.

22.05.2007, Radio Vatikan

EU: Gegen „Festung Europa“

In der Diskussion um das Flüchtlingsrecht in der EU haben Vertreter der christlichen Arbeitnehmer-Bewegungen Europas vor einer „Festung Europa“ gewarnt. Bei einem Treffen in Sevilla forderten sie die EU auf, die Ursachen für Migration, Flucht und Vertreibung wirksam zu bekämpfen. Mit Blick auf den G8-Gipfel in Heiligendamm appellierten die Verbände an die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten, eine einheitliche Asyl-, Einwanderungs- und Visapolitik zu konzipieren, die dem Maßstab der Menschenwürde gerecht wird.

22.05.2007, Spiegel Online

Migranten in Spanien: Wie Sklaven unter Plastik

Wer im Winter in den Supermarkt geht, findet dort Paprika, Tomaten, Zucchini. Möglich wird das alles, weil Arbeiter aus Afrika in den Gewächshäusern Südspaniens schuften - ohne Rechte und Zukunft.

22.05.2007, oe24.at

US-Senat debattiert über Einwanderung

Im US-Senat hat am Montag die Debatte über die in allen politischen Lagern heftig umstrittene Einwanderungsreform begonnen. Die Abgeordneten stimmten im 69 zu 23 Stimmen für die Behandlung eines vom Weißen Haus vorgelegten Entwurfs, der unter anderem den rund zwölf Millionen illegalen Zuwanderern in den USA einen Weg zum Aufenthaltsrecht öffnen soll.

22.05.2007, Spiegel Online

Uno warnt vor humanitärer Katastrophe

Leichen in den Straßen, kein Wasser, keine Babynahrung: Nach drei Tagen Kampf sind die Zustände im Flüchtlingslager Naher al-Bared im Libanon alarmierend. Die Uno-Hilfsorganisation UNRWA fordert eine Waffenruhe, um Essen ins Lager zu bringen.

22.05.2007, Deutschlandfunk

"Jetzt ist die Lage eskaliert"

Der Publizist und Nahostexperte Michael Lüders hält die Krise im Libanon für "brandgefährlich". Das Land habe sich in den letzten Monaten politisch selbst blockiert. Gleichzeitig zeige die aktuelle Lage das Ausmaß der ungelösten palästinensischen Flüchtlingskrise.

21.05.2007, net tribune

EU bastelt an Zukunftskonzept für Innenpolitik

Unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft hat eine Arbeitsgruppe zur Zukunft der europäischen Innenpolitik ihre Arbeit aufgenommen. Auf ihrer ersten Sitzung in Eltville befassten sich die Minister mit den Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der europäischen Grenzschutzagentur Frontex, des gemeinsamen Schengener Grenz- und Visummangements sowie der grenzpolizeilichen Zusammenarbeit mit Drittstaaten.

21.05.2007, Spanien Bilder

Spanien schiebt auch Kinder ab

In den letzten Wochen hat Spanien mehr als 750 Immigranten wieder abgeschoben, alleine 600 am Wochenende. Unter den abgeschobenen Flüchtlingen waren auch 30 Kinder. Abgeschoben wurden Flüchtlinge aus dem Senegal, am Samstag hatte ein Flugzeug die Westafrikaner zurück in ihre Heimat gebracht. Sie waren unter den vielen Flüchtlingen gewesen, die die riskante Überfahrt über den Atlantik gewagt hatten, um so die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln zu erreichen.

21.05.2007, Junge Welt

Spanien schiebt 750 Flüchtlinge ab

Madrid. Die spanische Regierung hat in der vergangenen Woche mehr als 750 afrikanische Flüchtlinge abgeschoben, darunter 30 Kinder. Knapp 600 der Flüchtlinge stammten aus dem Senegal, wie Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba am Sonntag in der nordwestspanischen Stadt Vigo mitteilte. Die Abschiebungen seien eine »unmißverständliche Botschaft« an Menschenschmuggler.

19.05.2007, taz

Migranten erstürmen den Gipfel

"Natürlich geht G 8 uns an". Ibrahim Delen, 26, ist bei "Jugendliche ohne Grenzen" aktiv. Seit drei Jahren setzt sich die Initiative für ein dauerhaftes Bleiberecht geduldeter Flüchtlinge ein. Delen macht gerade sein juristisches Referendariat. "Wenn alles gutgeht, bin ich in zwei Jahren mit dem Studium fertig", sagt er. Irgendwie gehört auch er mittlerweile zur Elite, doch das Engagement für eine gerechte Welt hat er nicht aufgegeben. Im Gegenteil: "Viele Menschen müssen wegen der G-8-Politik ihre Länder verlassen. Warum soll man das nicht kritisieren?", argumentiert er und erinnert an das Motto des Migrations-Aktionstags in Heiligendamm: "Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört."

19.05.2007, Spanien Bilder

129 Flüchtlinge erreichen Spanien

In diesem Jahr scheinen sich die Flüchtlinge aus Afrika wieder vermehrt an der Straße von Gibraltar an der Überfahrt nach Spanien zu versuchen. Im letzten Jahr waren es über 30.000 Menschen gewesen, die die gefährliche Überfahrt über den Atlantik gewagt hatten und die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln erreicht hatten. Gestern Abend kamen 129 Flüchtlinge bei Granada direkt auf dem spanischen Festland an, damit kamen in dieser Woche über 200 Flüchtlinge hier an.

18.05.2007, Novosti

WWF-Direktor: Russland muss sich auf Klima-Migranten aus Asien gefasst machen

Die globale Klimaveränderung wird zu einem Andrang von Migranten aus den asiatischen Ländern, darunter China, nach Russland führen. Das sagte der Leiter der russischen Abteilung des World Wildlife Funds (WWF), Igor Tschestin, am Donnerstag in der Pressekonferenz „Die Zukunft der globalen Energiewirtschaft und der Platz der Russischen Föderation. Präsentation des WWF-Berichts ‚Lösung des Klimaproblems’ - Ziele für 2050’“.

18.05.2007, NZZ

Gegen die illegale Migration nach Europa - Neuer Vorschlag der EU-Kommission

Die EU-Kommission will die illegale Einwanderung in die Europäische Union dadurch bekämpfen, dass sie nicht nur die Migranten selber bestraft, sondern auch all jene, die solche Personen für sich arbeiten lassen. Wie der zuständige EU-Kommissar Frattini am Mittwoch ausführte, erhofft sich die Kommission davon, eine der wichtigsten Anziehungskräfte der illegalen Migration entscheidend schwächen zu können.

18.05.2007, Die Presse

Schlepperei: Polizei entdeckt Massenquartier

Unter tristen Verhältnissen hausten „Illegale“ in Wien. Bei einer routinemäßigen Überprüfung einschlägig bekannter Lokale und Wohnungen in ganz Wien stießen Fremdenpolizisten am Donnerstag in Wien auf sieben Personen, die sich zum Teil schon seit Jahren illegal in Österreich aufhalten.

18.05.2007, Neue Zürcher Zeitung

Gegen die illegale Migration nach Europa

Die EU-Kommission will die illegale Einwanderung in die Europäische Union dadurch bekämpfen, dass sie nicht nur die Migranten selber bestraft, sondern auch all jene, die solche Personen für sich arbeiten lassen. Wie der zuständige EU-Kommissar Frattini am Mittwoch ausführte, erhofft sich die Kommission davon, eine der wichtigsten Anziehungskräfte der illegalen Migration entscheidend schwächen zu können.

17.05.2007, Kleine Zeitung Steiermark

Auch Peggau kämpft um Asyl für eine Familie

David gegen Goliath: In Peggau will man mit allen Mitteln die Abschiebung von acht Flüchtlingen verhindern.

17.05.2007, Tagesschau.sf

Schweiz: Chef des Bundesamtes für Migration in Afrika

Der Direktor des Bundesamtes für Migration (BFM), Eduard Gnesa, hat kürzlich Kamerun und Kongo besucht. In Kinsahsa warb er für die «freiwillige Rückkehr» von rund 800 Kongolesen, welche aus der Schweiz ausreisen müssen.

16.05.2007, Vorarlberg Online

Schlepper flüchtete zu Fuß über A23

Eine Verfolgungsjagd über die stark befahrene A23 bei der Ausfahrt Zentrum in Wien hat sich in der Nacht auf Mittwoch abgespielt. Der Lenker eines Schlepperautos flüchtete bei einer Polizeikontrolle zu Fuß mitten über die Autobahn - und entkam. Im Laderaum des Kleinlasters fanden die Beamten 18 eng zusammengepferchte Inder und Pakistanis.

16.05.2007, Jesuiten-Flüchtlingsdienst

Lage von Migranten in EU dramatisch

Einen umfangreichen Bericht über die soziale Ausgrenzung von Flüchtlingen in sieben europäischen Staaten hat der Jesuiten-Flüchtlingsdienst Europa heute in Brüssel vorgestellt. Behandelt wird die Situation in Belgien, Deutschland, Großbritannien, Italien, Malta, Portugal und Rumänien. Die Rechtslage ist in den einzelnen Staaten unterschiedlich. Überall jedoch werden Flüchtlinge, vor allem wenn sie nicht abgeschoben werden können, mit staatlichen Maßnahmen an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Ihre sozialen Menschenrechte werden zum Teil gezielt verletzt.

16.05.2007, Informations et actualités du gouvernement luxembougeois

"Auf Immigranten angewiesen". Interview - Le ministre délégué aux Affaires étrangères et à l'Immigration au sujet de l'immigrati

Télécran: Eine weitere Herausforderung für Sie bedeutet das neue Immigrationsgesetz. Es fällt ebenfalls in ihr Ressort. Das alte Gesetz stammt aus dem Jahr 1972. Warum muss es geändert werden? Nicolas Schmit: Weil es der aktuellen Entwicklung der EU nicht Rechnung trägt. Die Familienzusammenführung wird nicht erwähnt, so dass wir uns diesbezüglich in einer Grauzone befinden. Der Arbeitsmarkt hat sich verändert. Es gibt jede Menge EU-Richtlinien, die wir noch nicht umgesetzt haben. Unsere Gesetzgebung entspricht nicht mehr dem Stand der Zeit. Wegen der Fremdenkarte, die Luxemburg weiterhin für EU-Bürger verlangt, riskieren wir zum Beispiel, vom EU-Gerichtshof verurteilt zu werden. Wir brauchen ein modernes Immigrationsgesetz.

16.05.2007, FR-Online

Wieder flüchten Tausende

Sie kommen aus Marokko, Gambia, Elfenbeinküste, Senegal und Mauretanien. "Boat-People" landen jeden Tag zu hunderten auf den Kanarischen Inseln. Rund 1000 kamen seit dem Wochenende. Es ist die größte Welle afrikanischer Wirtschaftsflüchtlinge seit Jahresbeginn.

16.05.2007, Megawelle Canarias

Kanarische Inseln - Spanischer Innenminister warnt vor Rassenwahn

Rund 5.000 Afrikaner warten derzeit an der Küste von Marroko, um auf die Kanarischen Inseln zu gelangen. Das geht aus Quellen der Frontex hervor. 168 Immigranten, die bereits den Archipel erreichten, wurden in ihre Heimatländer abgeschoben. Unterdessen warnte der spanische Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba vor einer Ausbreitung des Rassismus. Einige kanarische Politiker hätten sich nach der Ankunft der Flüchtlinge am Wochenende fremdenfeindlich geäußert und sogar Demonstrationen geplant.

16.05.2007, Net Tribune

Merkel setzt sich für afrikanische Flüchtlinge ein

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach einem Treffen mit Geistlichen aus ganz Europa gemahnt, die EU dürfe vor dem Elend afrikanischer Flüchtlinge «nicht die Augen verschließen». Der Umgang mit Flüchtlingen und die Integration von Einwanderern hätten bei dem Gespräch von EU-Spitzenpolitikern mit 21 Religionsführern in Brüssel eine wichtige Rolle gespielt, erklärte die amtierende EU-Ratspräsidentin in Brüssel.

16.05.2007, Megawelle Canarias

Teneriffa - Flüchtlinge auf der Flucht

Eine Gruppe von zumindest 15 illegalen Einwanderern ist gestern Nachmittag aus ihrem Übergangslager in Hoya Fría bei Santa Cruz geflohen. Bis tief in die Nacht suchte die Policía National nach den Afrikanern, jedoch ohne Erfolg. Die Feuerwehr durchkämmte vier Kilometer der Kanalisation. Doch auch sie wurden nicht fündig. Im Lager in Hoya Fría sind 422 Einwanderer untergebracht, die auf illegale Weise auf die Kanarischen Inseln kamen.

15.05.2007, Networld.at

"Menschliche Flutwelle": Mindestens eine Milliarde Flüchtlinge weltweit bis 2050

Mindestens eine Milliarde Menschen werden einer neuen Studie zufolge in den kommenden vier Jahrzehnten auf Grund von gewalttätigen Konflikten und Umweltkatastrophen zu Flüchtlingen. Das sei die größte Vertreibungswelle der modernen Geschichte seit dem Zweiten Weltkrieg, heißt es in einer Studie der britischen Hilfsorganisation Christian Aid.

15.05.2007, Leipziger Volkszeitung

Böhmer: Deutschland ist Integrationsland

Deutschland ist nach Ansicht der Beauftragten des Bundes für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer, ein Integrationsland. Die Bildung sei dabei der Schlüssel zur Integration, sagte sie am Montag am Rande einer Feier zum 15-jährigen Bestehen des Amtes des Sächsischen Ausländerbeauftragten in Dresden. „Wir brauchen bundesweit eine enorme Anstrengung im Erwerb der deutschen Sprache.“ Nötig sei vor allem der Ausbau der Kindergärten zu Orten frühkindlicher Bildung. „Wir wollen den Erwerb der deutschen Sprache fördern und den Bildungserfolg Jugendlicher mit Migrationshintergrund verstärken“, sagte Böhmer.

15.05.2007, Die Presse, Wien

Migration: Flexibler Zuzug in die EU statt Schwarzarbeit

EU-Kommission schlägt harte Strafen gegen illegale Beschäftigungsverhältnisse vor. Betriebe sollen Zugang zu Förderungen verlieren.

15.05.2007, Focus.de

Illegale Zuwanderer - Sanktionen für Arbeitgeber

Arbeitgeber, die illegal Zuwanderer aus Nicht-EU-Ländern beschäftigen, sollen in Zukunft härter bestraft werden. Sie erhalten weder Beihilfen aus Brüssel noch öffentliche Aufträge.

15.05.2007, Blick.ch

Flüchtlingsdrama - Heute warens 339!

Vor den Kanarischen Inseln, einem der beliebtesten Ferienziele der Schweizer, spielt sich seit Wochen ein unfassbares Flüchtlingsdrama ab.

15.05.2007, Westline.de

Trauriger Abschied aus Lünen

Mit den inzwischen lieb gewonnenen Menschen zusammen feiern. Das konnten Hadjera Avdulji und ihre kleine Tochter Sibel am Sonntag ein letztes Mal. Ihre Zeit im Kirchenasyl ist nun abgelaufen. Doch trotz der geplanten Abreise ist den beiden ein kleiner Aufschub gewährt: Zur Ausreise fehlen noch nötige Papiere. "Wie lange das dauern wird, bis alles zusammen ist, ist noch nicht abzusehen," erklärt Volker Jeck - (Foto), Pfarrer der Gemeinde und Flüchtlingsbeauftragter des Kirchenkreises Lünen.

15.05.2007, Zisch.ch

Flüchtlinge auf Kanaren und Lampedusa

Der Ansturm von Flüchtlingen auf die Kanarischen Inseln und Süditalien hält an. Nach Angaben der spanischen Behörden sind mehr als 320 Afrikaner mit vier Booten auf den Kanarischen Inseln angekommen.

15.05.2007, 3sat.de

Mörderisches Meer - Ein französischer Reporter mischt sich unter Bootsflüchtlinge und filmt dabei

Der französische Reporter David Grandclément hat Bootsflüchtlinge mit der Kamera begleitet. Er wagte sich auf eine Überfahrt von Bossasso, Somalia, über den Golf von Aden nach Jemen. Wie fühlt sich das an, eingesperrt auf engstem Raum in einer überladenen Nusschale, stets in Lebensgefahr? Das wollte Grandclément erspüren und auch das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen, UNHCR, damit konfrontieren.

15.05.2007, Die Presse, Wien

Ansturm von Flüchtlingen auf die Kanaren

„Der Migrantenfluss Richtung Kanaren wird eine der beliebtesten Routen für die illegale Einwanderung Richtung Europa bleiben“, prognostiziert die europäische Grenzschutzagentur Frontex. Eine relativ junge EU-Behörde, die mit Booten, Hubschraubern und Flugzeugen die europäischen Wassergrenzen bewachen soll. Merkwürdigerweise wurde die EU-Mission vor Westafrika nun vorübergehend ausgesetzt. Ausgerechnet jetzt, wo sich, wie man hört, Tausende in Westafrika für die Überfahrt zu den Kanaren rüsten. Nur die spanische Küstenwacht hält derzeit Ausschau nach illegalen Einwanderern und versucht, so weit möglich, die Verzweifelten zur Kursänderung und Rückkehr nach Afrika zu zwingen. Schätzungen zufolge starben im vergangenen Jahr bis zu 7000 Afrikaner im Atlantik.

15.05.2007, Neues Deutschland

400 von einer Milliarde (Kommentar)

Von Sonntag auf Montag landeten wieder 400 Menschen auf Lampedusa. Illegal. Die 400 und die paar tausend, die es jedes Jahr ins »Paradies« schaffen, sind doch nur die Vorboten einer »menschlichen Flutwelle«. Der Begriff und die Zahl von einer Milliarde Flüchtlinge stammen von der britischen Hilfsorganisation Christian Aid. Zum Vergleich: Derzeit schätzt man die Anzahl der Flüchtlinge weltweit auf 163 Millionen – und bereits mit diesem Problem kommen wir, die auf der reichen Seite des Lebens Geborenen, nicht klar. Sehenden Auges steuern wir auf die größte Vertreibung zu, die die Menschheit je erlebt hat.

14.05.2007, Hamburger Abendblatt

Brüssel will illegale Beschäftigung hart bestrafen

Arbeitgeber, die Zuwanderer aus Staaten außerhalb der EU ohne Arbeitserlaubnis beschäftigen, sollen einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zufolge fünf Jahre lang weder Beihilfen aus Brüssel noch öffentliche Aufträge bekommen. Dem Blatt zufolge solle die Maßnahme vor allem die Baubranche treffen. Laut den von EU-Justizkommissar Franco Frattini ausgearbeiteten Plänen sollten die Firmen sogar die Kosten für die Heimfahrt illegaler Beschäftigter übernehmen. Die EU-Kommission begründe ihren Vorstoß mit einer konstant hohen Zahl illegaler Einwanderer. Derzeit hielten sich zwischen vier und acht Millionen solcher Zuwanderer aus Ländern außerhalb der EU auf. Jährlich kämen etwa eine halbe Million dazu.

14.05.2007, Zentralschweiz Online

Flüchtlinge auf Kanaren und Lampedusa

ROM - Der Ansturm von Flüchtlingen auf die Kanarischen Inseln und Süditalien hält an. Nach Angaben der spanischen Behörden sind mehr als 320 Afrikaner mit vier Booten auf den Kanarischen Inseln angekommen. Gleichzeitig landeten auf der süditalienischen Insel Lampedusa innerhalb von 24 Stunden bis zum frühen Morgen mehr als 400 Immigranten. Die Flüchtlinge seien auf insgesamt sieben Booten unterwegs gewesen, berichteten italienische Medien. Allein auf einem Boot hätten sich 200 Flüchtlinge befunden.

14.05.2007, Radio MegaWelle

Neue Flüchtlingswelle erfasst die Kanaren

Die Kanaren erleben eine neue Massenankunft afrikanischer Flüchtlinge. An den Küsten Teneriffas, Gran Canarias, Lanzarotes und El Hierros sind am Wochenende fast 600 Immigranten aus Marokko, Senegal und Mali angekommen. Einige Afrikaner, unter ihnen auch fast 20 Kinder, mussten wegen Unterkühlung und Erschöpfung medizinisch versorgt werden. Seit wenigen Wochen wagen sich wieder immer mehr Menschen auf die gefährliche Überfahrt. Im vergangenen Jahr waren rund 31.000 Bootsflüchtlinge auf die Kanaren gelangt. 6.000 weitere haben die Überfahrt mit ihrem Leben bezahlt, wie das Rote Kreuz schätzt.

14.05.2007, Kurier, Wien

Sieben Anklagen in der Visa-Affäre

Botschaftsmitglieder sollen Visa für den Schengen-Raum verkauft haben. Nun müssen sie sich wegen Amtsmissbrauch und Schlepperei verantworten. n der so genannten Visa-Affäre, in der seit Jahren ermittelt wird, kommt es nun zu mehreren Anklagen. Im Fall der Botschaft in Budapest werden sich sieben Botschaftsmitarbeiter und Unternehmer vor Gericht verantworten müssen. Die Vorwürfe: Amtsmissbrauch, Schlepperei, kriminelle Vereinigung. Strafrahmen: Bis zu fünf Jahre Haft.

14.05.2007, Berliner Zeitung

Mehr Lehrer an Schulen mit vielen Migranten

BERLIN. Die Integrationspolitiker der Bundesländer haben sich einem Spiegel-Bericht zufolge auf weitreichende Maßnahmen zur besseren Eingliederung von Migranten verständigt. Dazu gehört vor allem die Forderung nach mehr Personal für Schulen mit einem hohen Anteil an Migrantenkindern. Außerdem sollten dort die Klassenfrequenzen gesenkt, mehr Sozialarbeiter eingestellt und Pädagogen rekrutiert werden, die selbst Einwanderer sind.

14.05.2007, taz

500 Bootsflüchtlinge - Ankunft auf Kanaren

Die Kanaren erleben einen neue Massenankunft afrikanischer Flüchtlinge. An den Küsten Teneriffas, Gran Canarias, Lanzarotes und El Hierros seien am Wochenende rund 500 Immigranten aus Marokko, Senegal und Mali aufgegriffen worden, so die Behörden gestern. Insgesamt seien ein Dutzend Boote gezählt worden. (dpa)

14.05.2007, Oberösterreich Nachrichten

Eine Milliarde Flüchtlinge

LONDON. Mindestens eine Milliarde Menschen werden einer neuen Studie zufolge in den kommenden vier Jahrzehnten aufgrund von gewalttätigen Konflikten und Umweltkatastrophen zu Flüchtlingen. Das sei die größte Vertreibungswelle der modernen Geschichte seit dem Zweiten Weltkrieg, heißt es in einer heute in London veröffentlichten Studie der britischen Hilfsorganisation Christian Aid.

13.05.2007, Mitteldeutsche Zeitung

Abschiebestopp für Iraker gefordert

Berlin/ddp. Die Bundesregierung gerät wegen der geplanten Abschiebung von Irak-Flüchtlingen unter Druck. Politiker aus Regierungs- und Oppositionsparteien sowie Menschenrechtsgruppen kritisierten Bestrebungen des Bundesinnenministeriums, Flüchtlinge trotz einer bürgerkriegsähnlichen Situation in den Irak abzuschieben. «Das darf nicht sein», sagte der SPD-Berichterstatter im Bundestags-Menschenrechtsausschuss, Christoph Strässer, der Nachrichtenagentur ddp. Der FDP-Fachmann Florian Toncar bezeichnete Rückführungen als «nicht vertretbar, solange der Irak derart unsicher ist».

12.05.2007, tagesschau.de

Golf von Aden: Höllenfahrt der Hoffnungslosen

Der französische Journalist Daniel Grandclément hat eine lebensgefährliche Passage gewagt: Er hat Bootsflüchtlinge aus Ostafrika quer über den Golf von Aden in den Jemen begleitet. Ausgangspunkt der Höllenfahrt war Bossasso im Norden Somalias. In der berüchtigten Hafenstadt können Bürgerkriegs- und Armutsflüchtlinge für 50 Euro einen Platz in einer Nussschale ergattern, die sie ins gelobte Arabien bringen soll. Mehr als tausend dieser Illegalen kommen jedes Jahr auf der Passage uns Leben. Und ein Ende des Dramas ist nicht in Sicht, im Gegenteil: Nach den jüngsten Kämpfen in Mogadischu sind 400.000 weitere Menschen geflohen.

12.05.2007, LinksZeitung

Während Minister tagen landen neue Flüchtlingsboote

Venedig (dpa/LiZ). Die Innenminister der sechs größten EU-Staaten suchen Wege zur gesteuerten Einwanderung nach Europa. Dieses erste Thema ihres Treffens in Venedig am Freitag hat angesichts des wachsenden Zustroms afrikanischer Bootsflüchtlinge auf die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln neue Aktualität bekommen. Die Minister wollten angeblich Wege der legalen Einwanderung erörtern, die beim Kampf gegen die illegale Migration helfen könnten, hieß es aus der Delegation des gastgebenden italienischen Innenministers Giuliano Amato.

12.05.2007, Tagesspiegel

300 Flüchtlinge aus Afrika gelandet

Dreihundert Flüchtlinge aus Afrika haben binnen weniger Tage die spanischen Kanaren erreicht. Viel Menschen stammen aus dem Senegal. Am Samstagmorgen erreichte ein Boot mit 101 Flüchtlingen die Insel Gran Canaria, wie die Verwaltung der Inselgruppe mitteilte. Die Menschen an Bord seien «offenbar bei guter Gesundheit». Am Vortag waren schon ein dutzend Boote mit insgesamt mehr als zweihundert Flüchtlingen ans Ufer der Inseln gelangt. In den ersten vier Monaten diesen Jahres sank die Zahl der Flüchtlinge von rund 4600 im Vorjahr auf knapp 2200. Seit zwei Wochen kommen aber wieder mehr Flüchtlinge auf den Kanaren an.

11.05.2007, Radio MegaWelle

Neue Flüchtlinge auf Teneriffa und El Hierro

In Los Cristianos und auf El Hierro sind heute Morgen erneut afrikanische Flüchtlinge angekommen. 49 Senegalesen erreichten den Hafen im Süden Teneriffas. Auf der kleinsten Kanarischen Insel waren es 80 Afrikaner. Laut Aussagen des spanischen roten Kreuzes waren alle in einem guten gesundheitlichen Zustand. Aufgrund des starken Calimas der letzten Tage gab es nur wenige, die an Untertemperatur litten. Die insgesamt 129 Flüchtlinge wurden in die Auffanglager gebracht.

11.05.2007, Berliner Morgenpost

Niedersachsen will Zuwanderungsrecht nicht zustimmen

Osnabrück (dpa) - Niedersachsen droht nach dem Koalitionskompromiss über das Zuwanderungsrecht mit der Ablehnung des Gesetzes im Bundesrat. Innenminister Uwe Schünemann meldete in der «Neuen Osnabrücker Zeitung» eine Reihe von Änderungswünschen an. So werde Niedersachsen der Regelung, dass Geduldete sofort eine Aufenthaltserlaubnis bekämen, auch wenn sie noch keine Arbeit nachweisen könnten, nicht zustimmen. Die Länderkammer berät heute erstmals über den Kompromiss.

11.05.2007, österreichischer Rundfunk

EU-Innenminister beraten über Migration

Die Innenminister der sechs größten EU-Staaten kommen heute in Venedig zu Beratungen über die Einwanderung nach Europa zusammen. Auf ihrer Tagesordnung steht auch der Kampf gegen das organisierte Verbrechen, den Drogenhandel und den internationalen Terrorismus. Am zweiten Tag des Treffen stoßen morgen auch EU-Justizkommissar Franco Frattini und der US-Heimatschutzminister Michael Chertoff zu der Runde.

10.05.2007, Die Presse, Wien

Frattini: EU für befristete Zuwanderung öffnen

EU-Justizminister Franco Frattini bekräftigte am Donnerstag bei der EU-Integrationskonferenz in Potsdam sein Vorhaben, die Europäische Union stärker für zeitlich begrenzte Zuwanderung zu öffnen. Nicht nur Schlüssel- Arbeitskräfte, sondern Arbeitssuchende auf allen Qualifikationsstufen sollen demnach nach Europa zuwandern können, wenn sie nach einigen Jahren die Union wieder verlassen.

10.05.2007, Der Standard

USA bauen "Begrüßungszentrum" in Guantanamo

Washington - Die USA bereiten sich für den Fall des Todes von Präsident Fidel Castro offenbar auf einen möglichen Ansturm von auswanderungswilligen Kubanern vor. Auf der US-Militärbasis Guantanamo Bay auf Kuba solle ein Begrüßungszentrum für Einwanderer gebaut werden, kündigte das US-Verteidigungsministerium am Dienstag (Ortszeit) an.

10.05.2007, Lausitzer Rundschau

Frontex: gemeinsam Schleusern auf der Spur

Zweiwöchiger Einsatz soll Grenzschutzagentur Frontex stärken: Grenzschutzbeamte aus sechs Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) sind zurzeit an der deutsch-polnischen Grenze gegen Schleuser im Einsatz. Mit der Maßnahme, die von der Europäischen Grenzschutzagentur Frontex koordiniert wird, reagiere man auf eine Zunahme illegaler Einreisen, sagte der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, August Hanning, gestern in Frankfurt/Oder.

09.05.2007, Spanien Bilder

Flüchtlinge erreichen Andalusien

Innerhalb der letzten 24 Stunden erreichten zwei Pateras, wie die Nussschalen genannt werden, denen die illegalen Immigranten aus Afrika ihr Leben anvertrauen, die Küste von Andalusien bei Almería. An Bord waren insgesamt 17 Immigranten. Das erste kleinere Boot erreichte gestern um 13 Uhr die Küste in der Nähe des Strandes von Macenas im Gebiet der Gemeinde Mojácar. Die Polizei sucht nun nach sechs bis acht Flüchtlingen, die an Bord der Patera gewesen sein sollen.

09.05.2007, Mitteldeutscher Rundfunk

Schleuser an der Grenze zu Tschechien festgenommen

Die Bundespolizei hat in der Nähe der Grenze zu Tschechien einen Schleuser festgenommen. Der Kleintransporter des tschechischen Fahrers war den Beamten bei einer Kontrolle in Olbernhau aufgefallen. Nach Angaben der Behörde befanden sich 29 Menschen aus Ostasien in dem Fahrzeug. Sie hatten keine Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland. Eine Insassin musste wegen Unterkühlung und Erschöpfung in ein Krankenhaus gebracht werden.

09.05.2007, Bundesministerium des Inneren

Pressemitteilung zum "Schutz der EU-Aussengrenzen"

Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, Dr. August Hanning, unterstreicht die besondere Bedeutung multilateraler Schwerpunkeinsätze für die wirksame Bekämpfung der illegalen Migration an den Außengrenzen der Europäischen Union. Darüber hinaus kündigte Dr. Hanning die weitere Beteiligung der Bundespolizei an multilateralen Einsatzmaßnahmen unter der Ägide von Frontex an.

09.05.2007, Berliner Morgenpost

Grenzschützer gemeinsam gegen Schleuser im Einsatz

Frankfurt (Oder) (dpa/bb) - Grenzschutzbeamte aus sechs Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sind zurzeit an der deutsch-polnischen Grenze gegen Schleuser im Einsatz. Mit der Maßnahme, die von der Europäischen Grenzschutzagentur Frontex koordiniert wird, reagierten die Behörden auf eine Zunahme illegaler Einreisen, sagte der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, August Hanning, am Mittwoch in Frankfurt (Oder). Zur Vorbereitung des Wegfalls der Personenkontrollen an der deutsch-polnischen Grenze mit Polens Beitritt zum Schengen-Abkommen seien auch Beamte des ukrainischen Grenzschutzes an der Operation beteiligt.

09.05.2007, swissinfo

Schweizer Grenzwächter am Mittelmeer?

Um die illegale Einwanderung in die Europäische Union zu stoppen, plant die EU schnelle Eingreiftruppen. An diesen könnten sich auch Schweizer Experten beteiligen. Namentlich die EU-Südgrenzen in Spanien und Italien sind von der illegalen Einwanderung betroffen. Hunderte von afrikanischen Flüchtlingen stranden auf den Kanarischen Inseln oder auf Lampedusa. Die tägliche Ankunft neuer Flüchtlinge an den Südgrenzen der Europäischen Union und die damit verbundenen Tragödien sind wahrscheinlich nur ein Vorgeschmack auf die Entwicklung der kommenden Jahre. Die Verantwortlichen für Migrationspolitik in Europa sind überzeugt, dass der Druck auf den europäischen Mittelmeerraum schon in den nächsten Monaten ansteigen wird.

08.05.2007, Tageblatt.lu

"Nur im äußersten Fall"

Asylbewerber und Illegale, die abgeschoben werden sollen, sitzen vorerst noch im Schrassiger Gefängnis. Nun hat die Regierung einen Gesetzesentwurf zur Schaffung eines Abschiebezentrums deponiert.

08.05.2007, tagesschau.sf.tv

54 Tote Flüchtlinge durch Bootsunglück

Kentern bei Abschleppversuch - Nach dem Kentern eines Boots mit etwa 150 Flüchtlingen aus Haiti sind nach Angaben eines haitianischen Diplomaten 54 Leichen aus dem Meer geborgen worden. Das nur zehn Meter lange Boot war offenbar unterwegs in die Vereinigten Staaten.

08.05.2007, Dradio.de

Kein Grund zum Feiern - Französische Einwanderer verärgert über Wahl Sarkozys

Kurz nachdem die Fernsehsender das Ergebnis der Präsidentschaftswahl meldeten, kam es in mehreren französischen Städten zu gewaltsamen Protesten. In Pariser Vororten wurden Autos in Brand gesteckt, allerdings blieb es ruhiger, als die Sicherheitskräfte befürchtet hatten. In den Einwanderervierteln aber sitzt die Enttäuschung über den Wahlausgang tief. Martina Zimmermann berichtet.

08.05.2007, NZZ Online

Ein Gedenktag zur Einwanderung in Amerika

Ellis Island erlebte vor 100 Jahren einen Grossandrang aus Europa Vor hundert Jahren erlebte Ellis Island im Hafenbecken von New York den Spitzentag in der Abfertigung der Einwanderer aus Europa. Das war im Gegensatz zu heute ein geradezu geordneter Prozess. Eine Reform der Gesetzgebung ist bis jetzt aber nicht weitergekommen.

08.05.2007, Tagesspiegel

Richter war gnädig: Blinder wird nicht abgeschoben

Mit einer Überraschung endete eine Verhandlung vor dem Potsdamer Verwaltungsgericht. Der 23-jährige blinde Vo Minh Chau aus Vietnam, der seit fünf Jahren in Deutschland lebt und abgeschoben werden sollte, erhält nun doch eine Aufenthaltserlaubnis – obwohl sich sogar die Härtefallkommission dagegen ausgesprochen hatte. Der Richter ging davon aus, dass Vo durchaus mit seiner Erblindung zurechtkommen würde. Die eigentliche Frage sei allerdings, ob ein Leben als Bettler zumutbar sei.

08.05.2007, taz

Caritas kritisiert Abschiebung nach Afghanistan

FREIBURG afp Caritas international hat die vom Bundesamt für Migration praktizierte Abschiebung von traumatisierten Flüchtlingen nach Afghanistan scharf kritisiert. Die Begründung des Bundesamtes, die Flüchtlinge würden ja von Caritas und anderen Hilfswerken medizinisch-psychologisch vor Ort betreut, sei zynisch, erklärte Peter Neher, der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, gestern in Freiburg. "Es gibt keine ausreichende Versorgung. Hier verkehrt sich unser Engagement und wird missbraucht für eine Praxis, die wir ablehnen", erklärte Neher.

07.05.2007, Der Standard, Wien

London: Tausende demonstrieren für Flüchtlinge

London - Tausende Menschen haben am Montag in London für die Legalisierung der illegal im Land lebenden Flüchtlinge demonstriert. Die Organisatoren der Initiative "Fremde zu Bürgern" forderten eine zweijährige Arbeitserlaubnis für die in Großbritannien lebenden Einwanderer ohne Aufenthaltsberechtigung. Diese Menschen müssten mit Gerechtigkeit und Würde behandelt werden, sagte der katholische Primas von England und Wales, Kardinal Cormac Murphy-O'Connor.

07.05.2007, Radio MegaWelle

Gran Canaria - Fast 100 neue Flüchtlinge

99 afrikanische Flüchtlinge haben am Wochenende den Hafen von Arguineguin auf Gran Canaria erreicht. Unter ihnen befanden sich mindestens 20 Jugendliche unter 18 Jahren. Bis auf zwei Afrikaner waren alle in einem guten gesundheitlichen Zustand. Ein Mann litt unter starker Unterkühlung und ein Jugendlicher hatte Verbrennungen zweiten Grades in Kopf- und Oberkörperbereich. Zwei Busse brachten die Flüchtlinge auf das Polizeirevier von Maspalomas und anschließend in die Übergangsheime.

07.05.2007, Berliner Morgenpost

Härtere Regeln für Zuwanderer

In Teilen der Berliner SPD wird der Ruf nach strengeren Zuwanderungsregeln laut. Besonders am rechten Parteiflügel wächst der Wunsch nach einem Ende von ungesteuertem Multikulti in Berlin und Deutschland. Migranten sollen in Zukunft einem besonderen Anforderungsprofil entsprechen.

07.05.2007, juraforum.de

Migranten fordern Beteiligung an Integrationspolitik

Berlin (ots) - Eine stärkere Beteiligung von Migrantinnen und Migranten an der Integrationspolitik haben Vertreter von Migrantenorganisationen am Wochenende bei einem Treffen in Berlin gefordert. Die Mitgliedsorganisationen des "Forums der Migrantinnen und Migranten im Paritätischen Wohlfahrtsverband" kritisierten in einer Resolution, dass in der Politik weitgehend über die Köpfe der Betroffenen hinweg entschieden werde.

07.05.2007, no-racism.net

Flüchtlinge in Mauretanien

Wegen der völkerrechtswidrigen Behandlung von Migranten, die auf dem Weg nach Spanien in Mauretanien interniert wurden, haben mehrere Menschenrechtsgruppen Anklage und Beschwerde vor den Vereinten Nationen nach dem Rechtsverfahren 1503 eingelegt. Die komplette Anklageschrift ist im folgenden Text enthalten.

07.05.2007, taz

Deutschland/Spanien: Leitkultur war gestern

"Wir haben uns in Europa darauf eingelassen, uns mit härteren Gesetzen und immer höheren Außenmauern gegen Migration zu schützen. Trotzdem gibt es illegale Immigration, und wir wissen, dass wir ohne sie viele soziale Dienste gar nicht aufrechterhalten könnten. Die Frage ist also: Wie können wir einen legalen Weg finden für Menschen, die mit unternehmerischer Energie ein besseres Leben für sich aufbauen wollen?", fragt der Soziologieprofessor Ulrich Beck nach einer europäischen Perspektive.

06.05.2007, tirol.com

Haiti: 36 ertrunkene Flüchtlinge geborgen

Nach dem Kentern eines mit rund 160 Flüchtlingen aus Haiti besetzten Bootes haben die Behörden bis zum Wochenende 36 Leichen geborgen. Es werde weiter nach Überlebenden gesucht, teilte die Polizei auf den Turks- und Caicosinseln mit. An dem Einsatz beteiligte sich auch die US-Küstenwache. 78 Menschen konnten nach Regierungsangaben gerettet werden, mehr als 40 weitere wurden vermisst.

06.05.2007, Märkische Oder Zeitung

Merkel zu Integration: "Alle sollen Deutsch können"

Berlin (dpa) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ein Umdenken in der Integrationspolitik gefordert. Bürger, die schon lange hier leben, müssten "offen sein für die, die sich auch bei uns heimisch fühlen wollen". Andererseits müssten sich die Migranten selbst "den Werten unseres Grundgesetzes verpflichtet fühlen" und "auch die deutsche Sprache beherrschen", sagte Merkel in ihrer am Samstag im Internet veröffentlichten Video-Botschaft. Darin räumte sie auch Versäumnisse bei der Integration von Ausländern ein.

05.05.2007, Focus Online

Prügel für afghanische Flüchtlinge

Mit Hochdruck schiebt der Iran Afghanen ab, die illegal im Land leben. Die Heimgekehrten berichten von Gewaltexzessen: „Sie stießen mich und meine Freunde Naeem, Maluk und Samim einfach aus dem Fenster unseres Zimmers im zweiten Stock“, erzählt Nader. Mit Kopf-, Becken- und Wirbelsäulenverletzungen wurden die vier in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht, doch dort verweigerten die Ärzte die Behandlung. „Trotz unserer schweren Verletzungen wurden wir einfach über die Grenze nach Herat abgeschoben.“

05.05.2007, Kanaren Nachrichten

99 Afrikaner erreichen Gran Canaria

99 Afrikaner erreichten den Süden der Kanareninsel Gran Canaria - Rotes Kreuz, Polizei und Presse warten im Hafen von Arguineguin - Unter den Immigranten, welche die Reise über den Atlantik in dem seeuntüchtgen Holzboot wagten, nur um nach Europa zu gelangen, befanden sich (anders als erwartet) mindestens 20 Jugendliche unter 18 Jahren, welche nach dem aktuellen spanischen Immigrationsgesetz nicht einfach abgeschoben werden dürfen.

05.05.2007, EuroNews

VIDEO: Flüchtlingsdrama in der Karibik

Ein Boot mit rund 150 Flüchtlingen aus Haiti ist in der Karibik gekentert. Offenbar wollten die Menschen in die USA. Die dortige Küstenwache berichtet von mindestens 22 Toten. Mehr als fünfzig Menschen würden noch vermisst. Das Unglück passierte schon nach kurzer Fahrt, in der Nähe der britischen Turks- und Caicosinseln. Ein Polizeischiff hatte das Flüchtlingsboot dort in Schlepp genommen und wollte es in den nächsten Hafen ziehen.

04.05.2007, tagesschau.de

15 Millionen Migranten leben in Deutschland

In Deutschland leben rund 15,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Nach den vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden veröffentlichten Daten sind von den Migranten und ihren Nachkommen mit 7,3 Millionen jedoch nur knapp die Hälfte Ausländer, weil die anderen acht Millionen mittlerweile eingebürgert wurden. Insgesamt beträgt der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung 18,6 Prozent.

03.05.2007, Europäisches Parlament

Grünes Licht für gemeinsame Grenzschutzteams

Die europäische Grenzschutzagentur Frontex soll multinationale Eingreifteams bekommen, die die nationalen Grenzschützer in akuten Krisensituation an den Außengrenzen zeitweise unterstützen können. Rund 450 Mitglieder soll das Kontingent in naher Zukunft umfassen. Erste Einsätze könnten bereits im Sommer stattfinden, nachdem das Europaparlament der entsprechenden Verordnung in der vergangen Woche zugestimmt hat. Rund eine halbe Millionen Menschen wandern jährlich auf illegalen Wegen in die EU ein. In den Sommermonaten führen insbesondere die Versuche von Afrikanern übers Meer nach Europa zu gelangen zu humanitären Notsituationen.

03.05.2007, tagesschau.de

Katastrophale Lage im Irak

Mehr als vier Jahre nach dem Einmarsch der US-Truppen in den Irak ist die Infrastruktur des Landes nach wie vor miserabel: Es gibt kaum sauberes Trinkwasser, kein stabiles Stromnetz und es fehlt an Medikamenten und Ärzten. Solange Gewalt herrscht, gibt es kaum Aussicht auf Besserung. Viele der Menschen, die nicht das Land verlassen, sondern innerhalb des Irak auf der Flucht sind, haben wenig oder gar keinen Zugang zu Infrastruktureinrichtungen - beklagt die Uno. Die Zahl dieser Binnenflüchtlinge liegt bei fast zwei Millionen.

03.05.2007, Tages-Anzeiger Online

Iraker müssen Schweiz verlassen

Abgewiesene irakische Asylsuchende aus drei nordirakischen Provinzen müssen die Schweiz verlassen. Das Bundesamt für Migration hat beschlossen, die Wegweisungspraxis per 1. Mai zu ändern. 2006 stellten nach Angaben von BFM-Sprecherin Hauser 816 Iraker ein Asylgesuch. Rund ein Viertel stamme aus den drei Provinzen im Norden, die von der neuen Wegweisungspraxis betroffen sind.

03.05.2007, Megawelle Canarias

Kanarische Inseln - Frontex-Chef lässt Fragen offen

Ilkka Laitinen, Direktor der Frontex Agentur, bestätigte gestern den permanenten Einsatz der Frontex Einheiten vor den Kanarischen Inseln. Der kanarische Europaabgeordnete Manuel Medina hatte Laitinen im Parlament in Brüssel nach der Einsatzdauer der Frontex Mission HERA III gefragt. Laut dem Direktor der Frontex, steht seit dem 20. April die Entscheidung der EU fest, mit insgesamt 116 Booten, 27 Helikoptern und 21 Flugzeugen die europäischen Wassergrenzen zu schützen. Eine Antwort blieb Ilkka Laitinen allerdings schuldig: bisher ist nicht bekannt mit wie vielen Booten und Fluggeräten die HERA III Mission ausgerüstet wird.

02.05.2007, Radio MegaWelle

Flüchtlinge weichen nach "Malle" aus

Dass illegale Einwanderer mit kleinen Holzbooten aufden Kanarischen Inseln ankommen ist nichts Neues. Dass genau das gleiche jetzt auf der Balearen-Insel Mallorca passiert schon - und somit sind Rotes Kreuz und Polizei auch nicht vorbereitet gewesen, als am Montag 30 Afrikaner an der Südküste von Mallorca ankamen. 28 von ihnen konnten später auf einer Fähre, die die Insel mit der Stadt Valencia verbindet, festgenommen werden.

02.05.2007, ORF.at

Hunderttausende Immigranten protestieren in USA

Hunderttausende Immigranten sind in der Nacht auf heute in den USA auf die Straße gegangen, um gegen Abschiebungen und für die Einbürgerung von illegalen Zuwanderern zu demonstrieren. Viele zogen mit der amerikanischen Flagge in der Hand durch die Zentren von Los Angeles, New York, Chicago, Washington und anderer US-Städte. In Sprechchören forderten sie die Legalisierung ihres Status und mehr Rechte. "Nach 22 Jahren Arbeit hier als Steuerzahler und guter Bürger ist es angebracht, dass ich endlich meine Papiere bekomme", sagte ein 38 Jahre alter illegal in den USA lebender Mexikaner dem US-Sender CBS.

02.05.2007, Jungle World

Tausche Flüchtling gegen Flüchtling

Boat People werden von Australien und den USA auf ausländischem Territorium festgehalten. Nun wollen beide Länder Internierte austauschen. Die australische Regierung nennt es »Pacific Solution«: Kleine Inselstaaten erhalten Entwicklungshilfe, wenn Australien auf ihrem Territorium Internierungslager für Flüchtlinge errichten darf. Den Boat People, vorwiegend Irakis und Afghanen, aber auch Iranern, Chinesen, Vietnamesen und andere Asiaten, die von Indonesien aus aufgebrochen sind, wird so der Zutritt zu australischem Territorium verwehrt. Über ihre Asylanträge kann deshalb unter noch restriktiveren Vorgaben entschieden werden, ohne juristische Prüfung. Australien übernahm dieses Verfahren im Jahr 2001 von den USA, die es in der Karibik schon länger praktizieren.

02.05.2007, taz

Bootsflüchtlinge auf Mallorca

Mit einem Fischerboot sind 31 Flüchtlinge aus Nordafrika auf die spanische Ferieninsel Mallorca gelangt. Die aus Algerien stammenden Männer ließen das Boot in einer Bucht an der Südküste der Balearen-Insel zurück und gingen an Land. Die spanische Polizei nahm nach gestrigen Presseberichten alle fest. Einige von ihnen waren mit Taxis in die Inselhauptstadt Palma gefahren und hatten von dort mit einer Fähre nach Valencia auf das spanische Festland übersetzen wollen. Der Regierungschef der Balearen, Jaume Matas, äußerte sich besorgt, dass die Inselgruppe künftig immer mehr zu einem Ziel illegaler Zuwanderer werden könnte.

01.05.2007, Mittelbayerische

Alarm: „Illegale“ Afrikaner auf Mallorca

Illegale Zuwanderer aus Afrika scheinen die spanische Ferieninsel Mallorca als neues Einlasstor nach Europa entdeckt zu haben. In weniger als einer Woche gelangten zwei Boote mit nordafrikanischen Flüchtlinge auf die Mittelmeer-Insel. „Die Balearen werden zu einer festen Station auf den Routen der illegalen Immigration“, schlug die Lokalzeitung „El Mundo/El Día de Baleares“ am Dienstag Alarm.

01.05.2007, El Aviso, Mallorca Anzeiger

Im Tunnel nach Afrika

Von Spanien nach Marokko in 25 Minuten – was heute noch Zukunftsmusik ist, könnte in zwanzig Jahren bereits Realität sein. Ingenieurbüros in Spanien, Marokko, Italien und der Schweiz arbeiten mit Hochdruck an einem der ehrgeizigsten Bauprojekte Europas: Einem unterseeischen Eisenbahntunnel vom spanischen Tarifa nach Tanger, Marokko. Dass auch afrikanische Immigranten den Tunnel verstärkt als Einreisekanal nach Spanien und somit Europa nutzen könnten, glauben die zuständigen Behörden nicht, im Gegenteil: Der Eisenbahnverkehr und auch die Ausgänge der Tunnel seien einfacher zu überwachen als der Fährverkehr, der die Strasse von Gibraltar bisher überquert.

01.05.2007, Tages-Anzeiger Online

Guinea stoppt Migranten auf Weg nach Spanien

Die Küstenwache von Guinea-Bissau hat am Montag die illegale Überfahrt von 112 Migranten nach Spanien unterbunden. Nach Angaben des guinea-bissauischen Innenministers Baciro Dabo hatten sich die Einheimischen sowie Passagiere aus Senegal, Gambia und Guinea auf die lange und oft lebensgefährliche Bootsfahrt vorbereitet. Migrationsexperten befürchten für diesen Sommer eine erneute Welle von vorwiegend schwarzafrikanischen Auswanderern auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben in Europa.

01.05.2007, mallorca.de

Illegale Einwanderer auf Mallorca festgenommen

Insgesamt 31 illegale Einwanderer, die vermutlich aus Algerien stammen, wurden auf Mallorca festgenommen. Mallorca sollte für die meisten Flüchtlinge lediglich als Übergangsstation dienen – einige von ihnen wurden erst im Hafen von Palma festgenommen, als sie Fahrkarten nach Valencia kaufen wollten. Es war bereits das vierte Boot mit Flüchtlingen, das an der Südostküste von Mallorca an Land ging.

01.05.2007, mdr.de

Zahl der Irak-Flüchtlinge nach Deutschland steigt

Immer mehr Iraker reisen illegal nach Deutschland ein. Das Bundesinnenministerium bestätigte eine Zunahme solcher Fälle in den vergangenen Monaten. Nach einem Bericht des ARD-Magazins "Report München" griff die Bundespolizei an den Grenzen zu Tschechien und Polen in den ersten drei Monaten dieses Jahres 444 eingeschleuste Iraker auf. Das sind vier Mal mehr als 2005. Irakische und türkische Schleuserbanden verlangten für die illegale Einreise nach Deutschland bis zu 10.000 US-Dollar pro Person.