Die Links zu den Artikeln sind nach Monaten archiviert.
Bitte wählen Sie den entsprechenden Monat aus:
2010
01
02
03
04
05
06
07
08
09
2009
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
2008
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
2007
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
2006
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
2005
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
31.01.2008, Radio Vatikan
Immer mehr Menschen beteiligen sich in Toulouse an Protesten gegen die Zustände in den Abschiebegefängnissen. Wie die Zeitung „La Croix“ meldet, folgen mittlerweile täglich mehrere Hundert Menschen dem Aufruf der Franziskaner zu Gebetswachen vor der Abschiebehaft von „Cornebarrieu“. Im vergangenen Jahr waren dort über 2000 Menschen inhaftiert, davon 28 Familien mit Kindern.
31.01.2008, Tagesanzeiger, Zürich
Die EU-Grenzagentur Frontex soll illegale Migranten abfangen – mit Schweizer Hilfe. Lange bevor diese bewilligt ist, liessen sich Zürcher Polizisten für den Frontex-Einsatz ausbilden.
31.01.2008, Spanien Bilder
Gestern wurde vor der Küste von Alicante, an der Costa Blanca, ein Flüchtlingsboot mit sechs Insassen gesichtet. Das Boot war in Havarie geraten, der Motor funktionierte nicht mehr. An Bord des Flüchtlingsbootes befanden sich sechs Männer, die die Überfahrt wohl gut überstanden hatten. Es ist das dritte Mal seit September 2007 das Flüchtlinge aus Afrika bis an die Costa Blanca fahren, um Spanien zu erreichen. Grund ist die bessere Abschottung der Kanaren.
31.01.2008, Österreichischer Rundfunk
Innenminister Günther Platter (ÖVP) baut auf das abschreckende Beispiel der Rücktransporte großteils tschetschenischer Flüchtlinge nach Polen: „Wir konnten am Mittwoch einen Transport mit dem Bus nach Polen durchführen und jetzt wird kontinuierlich in den nächsten Wochen das alles abgebaut, damit man sagen kann ‚Ihr braucht nicht kommen nach Österreich!’“
31.01.2008, ddp
Der Bayerische Flüchtlingsrat will mit Unterstützung von Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek 850 Flüchtlinge dauerhaft nach München holen. Jelinek kritisierte am Donnerstag, Flüchtlinge würden oft wie «eine Art Menschenmüll» behandelt, sie seien aber «eine Bereicherung der Gesellschaft». Jelinek, die in München und Wien lebt, übernimmt eine Patenschaft bei der Kampagne «Save me - eine Stadt sagt ja». Die Organisatoren wollen den Freistaat dazu bringen, die Flüchtlinge aus humanitären Gründen ins Land zu lassen.
31.01.2008, El Día
Die Operationen von Frontex werden 2008 durchlaufend vor der afrikanischen Küste laufen, um die Boote der MigrantInnen aufzuhalten. Vom 1. Februar an soll es einen Dauereinsatz bis Dezember geben. Die Einsatzmittel werden von Spanien, Portugal und Italien gestellt. (Artikel in spanischer Sprache)
31.01.2008, amnesty international
Den 147 binnenvertriebenen Familien, die in einer provisorischen Unterkunft in der tschetschenischen Hauptstadt Grozny leben, sollen Regierungsvertretern am 10. Januar 2008 gesagt haben, dass sie in Kürze wegziehen müssten. Regierungsvertreter haben gedroht, ihnen Strom und Gas abzustellen, wenn sie nicht gehen. Zu den Familien gehören kleine Kinder, älter Menschen und Menschen mit Behinderungen, und sie laufen Gefahr bei Temperaturen um den Gefrierpunkt obdachlos zu werden. Urgent action von Amnesty International gegen die Zwangsvertreibung von TschetschenInnen.
31.01.2008, Fortress Europe
Die Verhaftungen von MigrantInnen gehen weiter. Nach Aussagen der marokkanischen NGO “Conseil des Migrants Subsahariens” sind am 25.1.2008 20 Subsaharianer von der Polizei in Rabat festgenommen worden, 10 wurden frei gelassen, die anderen wurden an die algerische Grenze abgeschoben. Erst am 19.1. waren 60 Menschen in Rabat verhaftet worden. (Artikel in italienischer Sprache)
31.01.2008, Fortress Europe
"ich bin seit 14 Monaten inhaftiert und habe kein Verbrechen begangen, was ist das für ein Europa?" Das fragt sich der Flüchtling aus Sierra Leone, der von Sergio Serraino im April 2006 interviewt wurde. Er sitzt im Gefängnis von Nicosia. Auf Zypern leben ca. 110.000 MigrantInnen, das macht ca. 15 % der EinwohnerInnen auf dem griechischen Teil der Insel aus. Seit 2004 sind 12.000 MigrantInnen inhaftiert worden. (Artikel in italienischer Sprache)
31.01.2008, Fortress Europe
Letzte Woche hat die griechische Polizei ca. 3500 Flüchtlinge aus dem Lager in de Nähe des Hafens von Patras vertrieben. 200 afghanische Flüchtlinge wurden verhaftet und mit Bussen nach Athen gebracht. Von dort ist vorgesehen, sie in Haftzentren nach Lavrion und Evros zu bringen und dann in die Türkei abzuschieben. Die Unterkünfte der Flüchtlinge in der Hafengegend werden nun systematisch zerstört. (Artikel in italienischer, englischer und französischer Sprache)
30.01.2008, Schaffhauser Nachrichten
Die Zahl der in Griechenland aufgegriffenen Bootsflüchtlinge ist nach UNO-Angaben drastisch gestiegen. Allein auf den drei grossen Inseln Samos, Lesbos und Chios sind in den letzten zwölf Monaten 11 000 Menschen aufgegriffen worden. Mindestens 120 Flüchtlinge ertranken in den Meeresengen zwischen diesen Inseln und der türkischen Ägäisküste, wie das UNO- Flüchtlingshilfswerk mitteilte.
30.01.2008, Junge Freiheit
Interview mit Prof. Dr. Victor Hanson (Autor des umstrittenen einwanderungskritischen Buches „Mexifornia“): "Begrenzen Sie die Zuwanderungszahlen! Und werfen Sie Ihre Ideen von einem kulturellen Mischmasch über Bord! Forcieren Sie statt dessen Integration und Assimilation! Zeigen Sie Stolz auf Ihre Kultur, so daß die Einwanderer durch deren bloße Präsenz davon überzeugt werden, sie anzunehmen! Dulden Sie keine illegale Einwanderung, sondern ächten Sie sie!"
30.01.2008, dpa
Einen mit zwölf illegalen Einwanderern besetzten Pkw hat die Polizei auf der Autobahn Salzburg-München gestoppt. Schleierfahnder hatten den Wagen mit niederländischem Kennzeichen kurz nach der Grenze ins Visier genommen und bei der Ausfahrt Bad Reichenhall gestoppt. Bei der Kontrolle hätten sich sieben Erwachsenen und fünf Kinder "aus dem Wagen geschält". Es handelte sich um eine kosovarische Familie.
30.01.2008, Migreurop
Der spanische Innenminister hat einen "Bericht über den Kampf gegen die illegale Migration 2007" herausgegeben. Im Vergleich zu 2006 sei sehr viel weniger Illegale in Spanien angekommen. Vor allem auf den Kanaren sei dies auffällig. Der Bericht nennt die Arbeit von FRONTEX als Hauptursache des Rückgangs.
30.01.2008, Neue Osnabrücker Zeitung
Die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, hat vor dem heutigen Treffen im Bundeskanzleramt die Migrantenorganisationen aufgefordert, bei der Bekämpfung von Jugendkriminalität "ihren Teil der Verantwortung zu übernehmen". "Zusammen mit den Ländern, den Kommunen, den Migrantenorganisationen und der Zivilgeselllschaft sind wir hier in der Pflicht", stellte die Staatsministerin im Bundeskanzleramt klar.
30.01.2008, turus.net
Justizkommissar Franco Frattini kündigte drei Vorschläge zur künftigen Sicherung der EU-Außengrenzen an. Hierbei handele es sich um ein Einreise- bzw. Ausreisesystem zur Identifizierung so genannter "overstayers" (legal eingereiste, aber nicht mit Ablauf des Visums wieder ausgereiste Personen), um ein europäisches System zur Überwachung der südlichen und östlichen Außengrenzen (die EU-Kommission schlägt die Errichtung eines integrierten europäischen Grenzüberwachungssystems EUROSUR vor) und schließlich um die Agentur FRONTEX, deren Arbeit künftig evaluiert werde.
29.01.2008, ZEIT online
Der Bundestag hat ein Gesetz beschlossen, das der Bundespolizei eine neue Struktur gibt. Welche Folgen das für die Sicherheitsarchitektur haben wird, wissen nicht einmal Experten. Von einer „wirksamen Bekämpfung der illegalen Migration, der Schleusungskriminalität und nicht zuletzt des internationalen Terrorismus“ und der zunehmenden Bedeutung polizeilicher Auslandsmissionen ist wolkig die Rede.
29.01.2008, Österreichischer Rundfunk
Zu einem Aufgriff von illegalen Grenzgängern ist es in der Nacht auf Dienstag bei Thörl Maglern gekommen. Sieben Iraner, die sich auf einem Sattelschlepper versteckt hatten, flüchteten, als sie entdeckt wurden. Fünf der Männer wurden gestellt.
29.01.2008, taz
Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider hat ein neues Hassobjekt gefunden. Am 7. Januar ließ er drei tschetschenische Familien nach Niederösterreich abschieben. Der Grund: Zwei tschetschenische Jugendliche sollen in Villach in eine Schlägerei verwickelt gewesen sein. Die Einwohner Villachs wunderten sich über Post aus dem Büro des Landeshauptmanns, in dem die Bevölkerung aufgerufen wird, "über gewalttätige Asylwerber umgehend zu informieren, damit ich deren sofortige Abschiebung veranlassen kann".
29.01.2008, Heise Newsticker
Auf dem 11. europäischen Polizeikongress in Berlin forderte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) den polizeilichen Zugriff auf die Schengen-Visa- und EURODAC-Datenbanken, die bisher nur für Visa-Beamte zugänglich sind. Außerdem sprach er sich für einen weiteren Ausbau der Fluggastdatenbanken aus. Gegen diese ihrer Ansicht nach ausufernde Sammlerei verwahrte sich Justizministerin Brigitte Zypries (SPD).
29.01.2008, NDR Kultur
Flexibel und ungebunden sollen wir sein. Und merken dabei nicht, dass in unserer Gesellschaft unzählige Menschen leben, die dieser Anforderung gerecht werden: Migranten. Keines der reichen Länder würde ohne sie auch nur einen Tag funktionieren.
29.01.2008, LexisNexis
Die Bildungsabschlüsse der Zuwanderer in Deutschland sind deutlich schlechter als die der Migranten in den USA oder in Kanada. Außerdem sind die Zuwanderer hierzulande schlechter qualifiziert als ihre Landsleute in der Heimat. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) empfiehlt, die Zuwanderung gezielt nach Humankapitalkriterien zu steuern.
29.01.2008, dpa
Vier Wochen nach dem Wegfall zahlreicher EU- Grenzkontrollen steht die europäische Sicherheitsarchitektur heute und morgen im Zentrum eines Kongresses in Berlin. EU-Justizkommissar Franco Frattini will sich der Balance zwischen Freiheit und Sicherheit im erweiterten Europa widmen. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble setzt sich mit den Herausforderungen für die Sicherheit auseinander.
28.01.2008, Die Presse, Wien
Am legendären Sandstrand Ses Salines von Ibiza, wo sich im Sommer Hippies und Bohemiens sonnen, fanden Spaziergänger kürzlich ein leeres Schlauchboot. Wenig später nahm die Polizei neun illegale Immigranten aus Algerien fest. Dasselbe Szenario spielte sich auf Mallorca ab. Dort nahmen die Beamten 15 Algerier fest, nachdem am Südkap ein Motorboot gefunden worden war. Zwei Tage zuvor war in einer Felsenbucht nahe Santayi ein halb gesunkenes Boot aufgetaucht. Die Polizei konnte in der Region 19 Immigranten fassen.
28.01.2008, Associated Press
Dänemark hat 367 Irakern Asyl gewährt, die den dänischen Truppen bei ihrem Einsatz im Irak geholfen haben. Das gab ein Sprecher der dänischen Einwanderungsbehörde am Montag in Kopenhagen bekannt. Dänemark hatte seine 480 Soldaten im August aus dem Irak abgezogen. Kurz zuvor waren 376 irakische Helfer und Angehörige nach Dänemark gebracht worden, die aus Angst vor Anschlägen das Land verlassen wollten.
28.01.2008, Die Presse, Wien
Die Zahl der Asylanträge hat sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Die Behörden werden der Lage kaum noch Herr. Fast alle der Illegalen hier sehen Griechenland nur als Transit nach Mittel- und Nordeuropa, denn da, das hören sie von Schleppern und Verwandten, „ist alles besser“. Seitdem der Vertrag von Dublin greift, mit dem der Flüchtlingsansturm hauptsächlich auf die Länder mit Außengrenzen in Ost- und Südeuropa abgewälzt wird, fühlen sich viele „Illegale“ aber in der Falle: Schaffen sie es in ein nordeuropäisches Land und ihnen wird nachgewiesen, dass sie die EU in Griechenland (als „erstes sicheres Land“) betreten haben, werden sie wieder zurückgeschickt.
28.01.2008, Polizeipräsidium Mittelfranken
Am Wochenende gelang es den Fahndern, illegale Iraker und ihre Schleuser festzunehmen. Am 26.01.2008, kurz nach Mitternacht, kontrollierten die Beamten einen Ford mit schwedischer Zulassung. Im Fahrzeug befanden sich zwei schwedische Staatsangehörige irakischer Abstammung. Die beiden Mitfahrer auf der Rücksitzbank hatten sich mit dänischen Pässen ausgewiesen. Wie sich aber bei näherer Betrachtung herausstellte, waren die Dokumente gefälscht. Die geschleusten Männer beantragten Asyl und kamen nach Zirndorf. Gegen die beiden Schleuser wurde Haftantrag gestellt.
28.01.2008, Junge Welt
Mit einer Demonstration unter dem Titel »Sicherheit kostet Freiheit« rufen linke Gruppen zu Protesten gegen den »11. Europäischen Polizeikongreß« am Dienstag in Berlin auf. Nach eigenen Angaben ist das Treffen mit bis zu 1800 erwarteten Gästen die größte Konferenz für innere Sicherheit in Europa.
28.01.2008, St. Galler Tagblatt
Griechenland sieht sich zurzeit einem rasch wachsenden Flüchtlingsstrom ausgesetzt. Politik und Behörden sind überfordert, die Flüchtlinge leben unter unmenschlichen Bedingungen.
27.01.2008, SPIEGEL Online
Das Tor zur Freiheit liegt im Westen Griechenlands. Seit Jahren ist die Hafenstadt Patras auf den Peleponnes Ausgangspunkt für tausende Flüchtlinge, die es nach Nordeuropa drängt. Täglich versuchen Hunderte von ihnen sich unter einen der LKW zu verstecken, die Richtung Italien eingeschifft werden. Ein Drama, für das sich bislang kaum jemand interessiert hat.
26.01.2008, Wiener Zeitung
Schärfere Regeln für die Einreise in die Europäische Union wollen Europas Innenminister festlegen. Der Beitritt von neun ost- und südeuropäischen Ländern zum grenzfreien Schengen-Raum, so die Politiker, habe jedoch keine Probleme geschaffen, betonten die Innenminister im Chor. Dennoch denken die Minister bereits an morgen: "Wir haben mehr Bewegungsfreiheit für die Bürger im Innern geschaffen - nun geht es darum, wie man die Außengrenzen mit neuen Technologien besser schützt", sagte EU-Justizkommissar Franco Frattini.
26.01.2008, Migreurope/ANSA
Italien: 14-jähriger Afghane stirbt unter Laster
Ein junger 14-jähriger Afghane wurde im Italien tot unter einem spanischen Lastwagen gefunden, der aus Griechenland kommend im Hafen von Ancona ankam. Der Junge hatte Papiere von griechischen Behörden bei sich, die bestätigen, dass er erst 14 Jahre alt ist. Er war mit Seilen unter dem Lastwagen festgebunden worden, aufgrund des geringen Abstand (30 cm) des Kopfes zur Straße wurde er jedoch tödlich verletzt, da er aufgrund der Abgase ohnmächtig wurde und sich nicht mehr schützen konnte.
25.01.2008, Radio MegaWelle
Wieder ist auf den Kanarischen Inseln ein Cayuco angekommen. Gestern erreichte das Flüchtlingsboot den Süden Gran Canarias. Ein Fischkutter hatte die Immigranten rund 100 Seemeilen südlich der Kanaren entdeckt.
25.01.2008, Die Welt
Der polnische Grenzer Jacek Sonta ist baff: „Ein Massenansturm von Illegalen auf unsere Westgrenze?“, wiederholt er ungläubig. „Absurd!“ Sonta holt tief Luft und raschelt in seinen Papieren. Die paar Dutzend beim illegalen Grenzübertritt verhafteten Ausländer müssten seine Kollegen erst einmal zusammenzählen, sagt der Sprecher der polnischen Grenzschutzes. Auf Nachfragen meint er schließlich: „Wir haben eine vermehrte Migration von Tschetschenen festgestellt.“
24.01.2008, Österreichischer Rundfunk
Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) schließt aus, dass die nach Traiskirchen gebrachten tschetschenischen Asylwerber wieder zurück in sein Bundesland kommen, selbst wenn sich ihre Unschuld an der Schlägerei zu Silvester herausstellen sollte. Auf die Frage, ob er den Tschetschenen nicht doch die Rückkehr nach Villach erlauben würde, wenn sich letzten Endes ihre Unschuld herausstellen sollte, sagte Haider unmissverständlich nein: "Wir haben schon getauscht, es sind 18 andere Asylwerber in Kärnten."
24.01.2008, Eigener Bericht
Mit einer großangelegten Operation ist heute die griechische Polizei in der Hafenstadt Patras gegen mehr als 2000 Flüchtlinge vorgegangen. In dem Fährhafen, der das wichtigste Tor nach Italien darstellt, sammeln sich seit dem vergangenen Jahr tausende Menschen, die versuchen, auf ein Schiff zu gelangen, das sie weiter Richtung Europa bringen soll. Die Flüchtlinge riskieren dabei ihr Leben, wenn sie sich auf- oder unter Lkw verstecken, wenn sie auf die Fähren rollen.
24.01.2008, Der Kurier
Einen neuen Trend beobachten Polizeibeamte. Seit dem Fall der Grenzkontrollen, reisen Illegale mit dem Taxi nach Österreich ein. Bei einer Kontrolle auf der Ostautobahn bei Nickelsdorf hielten die Beamten ein ungarisches Taxi an. Außer dem ungarischen Lenker befanden sich noch vier Staatsangehörige aus Serbien und Montenegro, welche sich illegal im Bundesgebiet aufhielten, im Wagen.
24.01.2008, UNHCR Wien
Das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) hat mit der Umsiedlung von 6.500 kenianischen Flüchtlingen im benachbarten Uganda begonnen. Die Betroffenen, die sich zuvor im Grenzgebiet zwischen den Staaten verteilten, können nun zentral von UNHCR und anderen Hilfsorganisationen versorgt werden. Für die Umsiedlung sind insgesamt fünf Tage vorgesehen.
23.01.2008, News Networld
Ein tschetschenisches Brüderpaar, das am 7. Jänner auf Anweisung des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider aus Villach nach Traiskirchen "abgeschoben" worden ist, hat definitiv nichts mit der Schlägerei in der Silvesternacht zu tun, die Haider als Motiv für seine Aktion genannt hat. Das bestätigt der Leiter der Villacher Sicherheitspolizei, Markus Plazer.
23.01.2008, Offenburger Tageblatt
Sie haben wenig geschlafen in der vergangenen Nacht und sind noch immer fassungslos: Die Brüder Lulzim, Bajram und Fadil Ahmetaj. Gegen 4.30 Uhr standen vier Polizisten in Begleitung eines Arztes vor dem Haus in der Ostlandstraße in Wolfach. Sie begehrten Einlass, um die Mutter abzuholen. Tima Ahmetaj sollte nach Sölden verfrachtet und von dort per Flugzeug nach Prishtina in Kosovo-Albanien abgeschoben werden. Zur Abschiebung ist es gestern nicht gekommen. Statt dessen ist die 54-jährige Kosovo-Albanerin, die seit über 17 Jahren in Wolfach lebt, in der Klinik gelandet.
23.01.2008, Frankfurter Rundschau
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) muss sich bei seiner Asylanerkennungspraxis nicht in die Karten gucken lassen. Das Verwaltungsgericht Ansbach entschied am Dienstag, dass die Nürnberger Behörde vorerst nicht zur Offenlegung der Leitsätze verpflichtet ist, nach denen es die politische Gefährdungslage für Flüchtlinge in ihren Heimatland beurteilt. Doch der Streit zwischen BAMF und der Flüchtlingsorganisation Pro Asyl wird weitergehen.
23.01.2008, traffic.org
Umweltschutzorganisationen haben die Flüchtlingsdramen in Ostafrika auch als Bedrohung für die Fauna entlarvt: Hungrige Menschen in tansanischen Flüchtlingslagern setzen die einzigartige Fauna Ostafrikas stark unter Druck. Auch in Wildreservaten werden nach Angaben des Wildlife Trade Monitoring Network "Traffic" immer mehr Schimpansen, Büffel und Zebras erlegt und landen in Kochtöpfen und als Handelsgut in den Flüchtlingscamps. Hauptsächlich betroffen von der drohenden Umweltkatastrophe ist das ohnehin schon arme ostafrikanische Land Tansania. Hier leben mehr Flüchtlinge als in jedem anderen afrikanischen Land.
22.01.2008, Der Standard, Wien
Das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) hat am Dienstag eine Studie über die Traumatisierung von Irak-Flüchtlingen veröffentlicht. Danach hat jede der 19.000 interviewten Personen im Irak zumindest eine traumatische Erfahrung erlebt. 77 Prozent waren betroffen von Luftangriffen oder Raketenbeschüssen, 80 Prozent waren im Irak Zeugen von Erschießungen. Das UNHCR betont die Notwendigkeit von psychologischer Betreuung von Kriegsopfern im Irak.
22.01.2008, Radio MegaWelle
Ein weiteres Cayuco erreicht heute im Laufe des Tages den Hafen von Los Cristianos. Allerdings nicht aus eigener Kraft - die Küstenwache hat das Boot rund 90 Meilen vor Teneriffa an den Haken genommen. Unter den 34 Afrikanern sind nach ersten Informationen der Presseagentur ACFI Press auch fünf Minderjährige. Nach der Ankunft im Hafen von Los Cristianos auf Teneriffa wird sich das Rote Kreuz um die Afrikaner kümmern. Danach sollen die illegalen Einwanderer ins Auffanglager nach Fuerteventura gebracht werden, da auf Teneriffa keine Kapazitäten mehr zur Verfügung stehen.
22.01.2008, net tribune
Eine ukrainische Familie, die am Sonntag im schweizerisch- italienischen Grenzgebiet aus Bergnot gerettet wurde, hatte zuvor schon zwei Asylgesuche an die Schweiz gerichtet. Beide Gesuche wurden im vergangenen Jahr abgelehnt, wie die Tessiner Kantonspolizei am Montag mitteilte. Die Mutter und ihre fünf Kinder seien zudem am 12. Januar von der Grenzwache aufgegriffen und in Gewahrsam genommen worden, als sie versucht hätten, mit dem Zug von Mailand her in die Schweiz einzureisen.
22.01.2008, Schleswig Holsteinische Zeitung
Für 50 Tage soll er in Haft: Weil er drei Afghanen zur illegalen Einreise verholfen habe, soll der Flensburger Taxifahrer Jörg Ridder (40) nach dem Willen des Gerichts im dänischen Sonderburg ins Gefängnis. Bis zur Berufungsverhandlung muss der 40-Jährige die Strafe jedoch nicht antreten.
21.01.2008, Neue Zürcher Zeitung
Nachdem im Tessin eine ukrainische Flüchtlingsfamilie kurz vor dem Erfrieren gerettet wurde, konzentrieren die Behörden ihre Ermittlungen auf mögliche Schlepper. Solche haben die Familie wohl in das unwegsame Gelände am Monte Lema geschickt. Die Familie war am Sonntag nahe dem Erschöpfungszustand aufgegriffen worden. Die 47-jährige Mutter war zusammen mit ihrem erwachsenen 21-jährigen Sohn sowie vier weiteren Kindern im Alter zwischen 9 und 15 Jahren von der italienischen Seite her den verschneiten Monte Lema hochgestiegen und -geklettert und dabei in Bergnot geraten.
21.01.2008, Radio MegaWelle
78 Immigranten in zwei Cayucos - das ist die Bilanz vom Wochenende auf Teneriffa. Auch diesmal haben die Holzboote aus aus Afrika unbemerkt an zwei unterschiedlichen Stellen im Süden Teneriffas die Küste erreicht. Die Afrikaner sind vom Roten Kreuz erstversorgt und in das Komissariat in Playa Las Américas überstellt worden.
21.01.2008, Schweizer Fernsehen
Eine sechsköpfige ukrainische Familie ist am Monte Lema im Tessin aus Bergnot gerettet worden. Die Asylsuchenden - darunter 4 Kinder - hatten sich leicht bekleidet und teilweise barfuss auf dem verschneiten Berg verirrt. Nach ersten Erkenntnissen der Tessiner Kantonspolizei handelt es sich um Menschen aus der Ukraine, die in der Schweiz um Asyl nachsuchen wollen. Sie hatten offenbar die grüne Grenze überquert. Ein Kind erlitt schwere Erfrierungen.
21.01.2008, NZZ
Wie bereits gemeldet, hat Tripolis in der letzten Woche damit begonnen, massenweise Ausländer ohne Aufenthaltsgenehmigung abzuschieben. Ihre provisorischen Unterkünfte werden abgerissen. Augenzeugen berichteten, sie hätten Polizisten dabei beobachtet, wie diese Hütten von Migranten in der näheren Umgebung von Tripolis zerstört hätten. Ob tatsächlich alle «papierlosen» Ausländer ausgeschafft werden, ist unklar.
20.01.2008, Inforadio rbb
"Achten statt verachten" – unter diesem Motto treffen sich an diesem Wochenende Ärzte aus ganz Deutschland in Berlin. Der Untertitel der Tagung ist eine Forderung der Ärzte, sie lautet: Menschenrechte für Migranten ohne Papiere. Zu Gast im Babylon-Gespräch ist Dr. Adelheid Franz, Ärztin bei der Malteser Migranten Medizin. Hier können sich Kranke behandeln lassen, die keine Krankenversicherung haben, davon sind vor allem Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung betroffen.
20.01.2008, Rheinische Post
Vor der Küste Jemens sind am Samstag dutzende Flüchtlinge bei der Fahrt über das Wasser ertrunken. Angaben aus Sicherheitskreisen zufolge wurden 50 Leichen gefunden. Den Angaben zufolge war das Boot mit den Flüchtlingen aus Somalia und Äthiopien gekentert. 35 Überlebende berichteten den Behörden, dass mindestens 135 Menschen an Bord gewesen seien. Deshalb wird befürchtet, dass sich die Zahl der Toten noch erhöhen wird.
19.01.2008, Rhein-Neckar-Zeitung
Elfi Rentrop weiß von Vätern, die sich fünf Tage die Woche nachts um halb vier den Wecker stellen. Sie stehen auf, gehen aus dem Haus und spazieren. In der Hoffnung, dass ihre Familie nicht abgeschoben werden kann, wenn sie nicht da sind. Denn wenn die Polizei sie holen kommt, dann steht sie in der Nacht vor der Tür. "Nur am Wochenende schlafen die Männer durch bis zum Morgen", berichtet Rentrop.
19.01.2008, Ultima Hora
Der Serviço de Estrangeiros e Fronteiras – die Behörde für Ausländer und Grenzen – stößt bei der Abschiebung von Marokkanern auf Probleme: die marokkanische Regierung erkennt 23 Marokkaner nicht als solche an. Diese befinden sich derzeit im Haftzentrum in Porto. Portugal wollte mit der schnellen Abschiebung ein Exempel statuieren (es waren erstmals Flüchtlinge/MigrantInnen an der portugiesischen Küste gelandet), um weiteren Anlandungen Einhalt zu gebieten. Die höchstmögliche Abschiebungshaftzeit beträgt 60 Tage in Portugal. (Artikel in portugiesischer Sprache)
19.01.2008, Fortress Europe
Libyen hat 9 Patrouillenflugzeuge beim halbstaatlichen italienischen Flugzeugbauer Alenia bestellt. Bereits im Dezember war ein Vertrag über 31 Millionen Euro unterzeichnet worden. Die Flugzeuge sollen 2009 ausgeliefert- und von der General Security Libyens für die Kontrolle der nationalen Gewässer genutzt werden. Hier sollen sie nach Herstellerangaben vor allem gegen "illegale Transporte von Menschen und Waren" und die Rettung eingesetzt werden.
18.01.2008, Freies Wort
Li und Chen He Wen, ein weiterer Chinese, werden nach Frankfurt/Main gebracht – zur Abschiebung. Chen fliegt davon, Li nicht. Warum, darüber gehen die Darstellungen auseinander. Laut Stade soll Li am Flughafen mit derartigen Verletzungen an Kopf und Händen eingetroffen sein, dass er nicht reisefähig war. Nach Auskunft seiner Anwälte hat Li sich derartig gegen das Bugsieren in die Maschine gestemmt, dass der Versuch abgebrochen wurde. Möglicherweise auch auf Betreiben der Airline, weil es für die „Schüblinge“ keine Flug-Begleitung gab und ein tobender Li ein Sicherheitsproblem hätte werden können.
17.01.2008, Deutsche Welle
Experten zufolge hat sich im vergangenen Jahr das totalitäre Regime in Tschetschenien weiter verschärft. Immer weiter wächst die Zahl der tschetschenischen Flüchtlinge, die aus Angst ihre Heimat verlassen.
17.01.2008, Basler Zeitung
Libyen hat nach Regierungsangaben mit der Abschiebung aller Einwanderer ohne Aufenthaltsberechtigung begonnen. Die Behörden wurden zudem angewiesen, die provisorischen Unterkünfte dieser Menschen niederzureissen.
16.01.2008, ddp
Polnische Grenzbeamte haben eine Gruppe von 20 Russen tschetschenischer Herkunft nahe der deutschen Grenze gestellt. Wie der polnische Grenzschutz mitteilte, hatten die sechs Männer, fünf Frauen und neun Kinder versucht, illegal über die Grenze zu gelangen. Es handle sich um Asylbewerber, die legal in Polen lebten.
16.01.2008, Kanal 8
Jüngst ist den Beamten an der Rastanlage Frankenwald ein irakischer Schleuser mit zwei illegalen Landsmännern ins Netz gegangen. Zeitgleich wurde vor Ort ein weiterer illegaler Iraner festgestellt, der umgehend in Sicherheitshaft genommen wurde. Ein weiterer Fahndungserfolg gelang den Bundespolizisten im Zug vom tschechischen Eger nach Marktredwitz. Dort stellten die Beamten eine vierköpfige Familie aus dem Jemen fest, die illegal einreiste.
16.01.2008, Deutschlandfunk
In Agrigent stehen derzeit zwei Deutsche vor Gericht: Kapitän Stefan Schmidt und der ehemalige Vorsitzende des Komitees "Cap Anamur", Elias Bierdel. Beiden wird von den italienischen Behörden die Bildung einer Schlepperbande zum Zwecke illegaler Immigration vorgeworfen. Sie hatten im Jahr 2004 mit der Cap Anamur 37 Bootsflüchtlinge aufgenommen und in den Hafen Porto Empedocle gebracht.
16.01.2008, ekathimerini.com
Ein 27-jähriger Mann, der in der Polizeistation von Nea Erythraia inhaftiert war, hat versucht, sich das Leben zu nehmen. Der illegale Migrant aus Bangladesh sollte abgeschoben werden. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er unter Polizeibewachung steht. (Artikel in englischer Sprache)
15.01.2008, IslaCanaria.net
Zwei Flüchtlingsboote mit insgesamt 84 afrikanischen Immigranten erreichen Lanzarote und Gran Canaria. Fünf Bootsinsassen mussten mit schweren gesundheitlichen Problemen ins Krankenhaus eingeliefert werden.
15.01.2008, Der Standard. Wien
Die Schleppereikriminalität in Österreich ist 2007 im Vergleich zum Jahr davor deutlich zurückgegangen. Waren laut Bundeskriminalamt (BK) 2006 noch 17.334 Fälle registriert worden, bei denen Flüchtlinge illegal ins Land geschleust wurden, so verzeichneten die Behörden im Vorjahr nur noch 9.572. Zusätzlich wurden um rund 25.000 Aufgriffe weniger verzeichnet als 2006.
15.01.2008, Migrationsrecht.net
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute entschieden, dass wohnsitzbeschränkende Auflagen für anerkannte Flüchtlinge rechtswidrig sind, wenn die Ausländerbehörden damit das Ziel verfolgen, die finanzielle Belastung durch Sozialleistungen anteilig auf die Bundesländer zu verteilen.
14.01.2008, Der Bund, Bern
Ganze Viertel sind in Damaskus fast nur von Flüchtlingen aus Irak bewohnt. Viele von ihnen leiden unter den grausigen Erinnerungen und sehen keine Zukunft. Westliche Länder sind bei der Aufnahme von Irak-Flüchtlingen äusserst restriktiv.
13.01.2008, Der Tagesspiegel, Berlin
Nichts Neues im Osten: „Wir verzeichnen seit dem Schengenbeitritt keine besonderen Vorkommnisse hier in der Region“, erklärt ein Beamter, der für die Sicherung der Grenze Polens zur Ukraine zuständig ist. Natürlich habe man die Patrouillen verstärkt, es habe sich aber gezeigt, dass in diesen Wochen nicht mehr Menschen die Flucht aus der Ukraine in Richtung Westen versuchen würden. In der Region um die Kleinstadt Przemysl, im äußersten Südosten Polens, werden von den dort stationierten Beamten jedes Jahr etwa 400 Personen bei dem Versuch festgenommen, die Grenze illegal zu überqueren. Die meisten Flüchtlinge kommen aus Tschetschenien, Vietnam, aber auch Pakistan, Moldawien oder der Ukraine selbst.
12.01.2008, Frankfurter Rundschau
Die Acht Flüchtlinge leben seit bis zu sieben Jahren auf der britischen Militärbasis azf Zypern. Sie kamen aus dem türkisch besetzten Norden der geteilten Insel über die grüne Grenze. Sie hofften, von hier nach Großbritannien weiterreisen zu können. Auf dem zweiten britischen Stützpunkt, der Basis Dekelia im Südosten, gibt es sogar eine Gruppe von etwa 60 illegalen Einwanderern. Sie leben hier seit 1998, als ihr Flüchtlingsboot, mit dem sie auf dem Weg nach Europa waren, strandete. Völkerrechtlich sind die beiden Stützpunkte britisches Territorium, ein Überbleibsel aus der Kolonialherrschaft, die 1960 zu Ende ging. Für die Migranten sind sie zu einem Niemandsland geworden, zu einer Falle.
12.01.2008, Der Tagespiegel, Berlin
Die illegale Einreise von Ausländern hat seit dem Beitritt Polens und Tschechiens zur Schengen-Zone zugenommen. Experten in Warschau haben für die erhöhten Zahlen eine Erklärung: Viele Flüchtlinge, die schon seit längerer Zeit in Polen seien (vor allem Tschetschenen), hätten auf die Öffnung der Grenzen gewartet, um sich nun auf den Weg in Richtung Westen zu machen. Der Grund: Nur rund drei Prozent der Asylanträge von Tschetschenen werden von den polnischen Behörden anerkannt. Aus diesem Grund sehen viele Flüchtlinge Polen als eine Art Transitland auf dem Weg nach Westeuropa.
11.01.2008, ddp
Seit dem Wegfall der Grenzkontrollen zu Polen und Tschechien kurz
vor Weihnachten sind insgesamt 614 illegale Einwanderer bei dem
Versuch nach Deutschland einzureisen, aufgegriffen worden. Das
berichtet die «Bild»-Zeitung mit Verweis auf ihr
vorliegende interne Zahlen der Bundespolizei. Im gesamten ersten Halbjahr 2007 vor der Grenzöffnung wurden dem Bericht zufolge an der 1253 Kilometer langen deutschen Ostgrenze nur 484 Illegale aufgegriffen.
11.01.2008, Neue Zürcher Zeitung
Spaniens Massnahmen gegen die illegale Einwanderung haben letztes Jahr Wirkung gezeigt. Die Zahl der Bootsmigranten aus Afrika ging um mehr als die Hälfte zurück. Aber niemand weiss, wie viele Menschen heimlich über die Grenze oder an Land gelangen, und man kann nur mutmassen, wie viele beim Versuch dazu ums Leben kommen. Inoffizielle wird für 2006 die Zahl der Opfer zwischen Westafrika und den Kanaren auf einige hundert bis 2000 geschätzt.
11.01.2008, oe24.at
Donnerstagnacht sollte eine Handvoll Tschetschenen aus dem Lager Traiskirchen in Schubhaft kommen - Sie wehrten sich mit Händen und Füßen. Die Flüchtlinge wehrten sich aber ungewöhnlich heftig gegen ihre Verbringung. Männer weigerten sich, den Bus zu besteigen und ketteten sich an. Frauen drohten damit, sich die Pulsadern aufzuschneiden, sollten ihre Männer weggebracht werden. Die Beamten forderten Spezialkräfte und psychologische Betreuung an.
11.01.2008, Die Presse, Wien
Auf Hoher See ausgesetzt, geschlagen, misshandelt: Um den Ansturm von Flüchtlingen zu stoppen, wirft die Küstenwache auf den ägäischen Inseln auch Menschenrechte über Bord. Fest steht: Es herrscht Krieg an der Pforte Europas, fast unbemerkt vom Rest der EU. Während die Flüchtlingszahlen auf den Kanaren zurückgehen und auf Malta und Lampedusa stagnieren, wird die Inselwelt der Ägäis gestürmt.
10.01.2008, Lübecker Nachrichten
Taxifahrer aus Flensburg haben aus Protest gegen die Inhaftierung eines Kollegen am Donnerstag kurzzeitig die deutsch-dänische Grenze blockiert. Der Mann war in Dänemark festgenommen worden, weil seine aus Afghanistan stammenden Fahrgäste bei einer Kontrolle im Grenzgebiet keine Ausweispapiere bei sich hatten. Er wird nun der Schleusung beschuldigt. Derzeit sitzt der Mann in Apenrade in Haft und wartet auf seine für den 21. Januar angesetzte Hauptverhandlung.
10.01.2008, Basler Zeitung
Bei eher mildem Winterwetter sind am Donnerstag 226 Flüchtlinge auf der süditalienischen Mittelmeerinsel Lampedusa angekommen. Das etwa 15 Meter lange Fischerboot mit den Immigranten, darunter sechs Frauen, sei von der Küstenwache kaum einen Kilometer von der Insel entfernt entdeckt und in den Hafen gebracht worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.
Nach der Identifizierung sollten die Einwanderer in das Aufnahmelager von Lampedusa gebracht werden. Woher sie stammen, war zunächst unklar. Jedes Jahr treten Tausende von Flüchtlingen von der nordafrikanischen Küste aus ihre gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer an. Zuletzt kamen am 19. Dezember mehr als 200 Immigranten auf der italienischen Insel an.
10.01.2008, spanienbilder.com
Spanien ist bei illegalen Immigranten ein beliebtes Tor, um Europa zu erreichen. Hier hoffen die Menschen, die vor allem ihre afrikanische Heimat verlassen, ein besseres Leben führen zu können und dafür nehmen sie oftmals eine gefährliche Flucht in Kauf. So versuchen jedes Jahr tausende von Menschen, darunter auch Minderjährige und Frauen, häufig auch schwanger, die Kanaren zu erreichen, was nur mithilfe einer gefährlichen Überfahrt über den Atlantik möglich ist.
Spanien weist die flüchtenden Menschen mittlerweile aber kompromisslos aus. Auf 100 Einwanderer, die im Jahr 2007 das Land auf illegale Art und Weise erreicht haben, kommen 92 Einwanderer, die in ihre Heimat zurück gebracht wurden.
10.01.2008, Die Zeit
Unter Zuwanderern wächst die Wut über die von der Union angeheizte Debatte über den Umgang mit jungen Kriminellen. In einem offenen Brief kritisieren Migrantenverbände die Fokussierung auf ausländische Täter. Auch die Türken in der CDU gehen auf Distanz zu Kochs Kurs.
09.01.2008, SPIEGEL Online
Schwere Vorwürfe gegen die griechische Küstenwache: Türkische Behörden beschuldigen sie, Flüchtlinge aus Mauretanien in der Ägäis zunächst festgenommen und dann vor einer türkischen Insel im Meer ausgesetzt zu haben.
09.01.2008, Radio MegaWelle
Spanien und Frankreich wollen offenbar alle illegalen Flüchtlinge in ihre Heimatländer abschieben. Das gab der französische Staatspräsident Sarkozy bekannt. Sie wollen nicht mehr automatischen allen Einwanderern eine Aufenthaltsgenehmigung geben. Hilfe kommt auch vom italienischen Ministerpräsidenten Romano. Auch er will sich an dieser Aktion beteiligen und kollektive Ausweisungen vornehmen.
08.01.2008, Kanaren Nachrichten
Am gestrigen Montag ist auf Teneriffa ein Cayuco mit 57 afrikanischen Flüchtlingen angekommen. Mit einem Patroullienboot der Seerettung, sowie der Guardia Civil (Río Palma) wurde das Cayuco in den Hafen von Los Cristianos geschleppt. Die meisten der Immigranten hatten die Reise über den Atlantik den Umständen entsprechend gut überstanden, 1 Mann musste zur weiteren Behandlung ins Centro de Salud nach El Mojón gebracht werden. In der vergangenen Woche sind fast 400 illegale Einwanderer auf den Kanarischen Inseln angekommen.
08.01.2008, Der Standard
Annette Bombeke vom European Council On Refugees And Exiles (ECRE), einem europaweiten Netzwerk von Flüchtlingsorganisationen, weist im Ö1-Morgenjournal darauf hin, dass die EU zu viele unterschiedliche Asylsysteme hat, "Asyltourismus" sei nur eine logische Folge davon: "Das Dublin-System war bisher nicht sehr erfolgreich. Einer der Gründe ist, dass es in der EU keine einheitliche Asylpolitik gibt. Die Chancen, Schutz durch Asyl zu bekommen, wenn man ihn braucht, sind sehr unterschiedlich.
08.01.2008, OberÖsterreich Nachrichten
Mit jenem Prozess, der morgen in Wien gegen fünf Beschuldigte, darunter zwei österreichische Spitzendiplomaten, beginnt, wird eines der skandalösesten Kapitel heimischer Diplomatie vor Gericht aufgearbeitet. Die Verdächtigen, der Ex-Vizekonsul in Belgrad und Budapest, Peter H., sein Kollege Nenad S., der als Vizekonsul in Belgrad, Sofia und Zagreb tätig war, der burgenländische Unternehmer Alois K., der Kärntner Unternehmer Frank H. und der Serbe Dusan V. müssen sich wegen Schlepperei und Amtsmissbrauch vor Gericht verantworten.
07.01.2008, Kanaren Nachrichten
Die illegale Immigration von Schwarzafrikanern ist für Spanien speziell für die Kanarischen Inseln (Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote, Fuerteventura, La Gomera, La Palma und El Hierro) zum Alltag geworden. Jeden Tag versuchen zahllose afrikanische Immigranten, über Afrika auf die Kanaren zu kommen. Der ergreifende Dokumentar-Film 'Cayuco' berichtet von den Beweggründen der Immigranten Afrika zu verlassen, den Schicksalen auf dem Atlantik und der Ankunft auf den Kanaren. (TRAILER)
07.01.2008, Südwest Presse
Wenn alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, bleibt als Hoffnung das Erbarmen der Härtefall-Kommission im Innenministerium. Auf sie setzt jetzt eine Familie aus Langenau bei Ulm, die seit zehn Jahren dort wohnt, ohne je auf Kosten des Staates gelebt zu haben.
06.01.2008, Tagesspiegel, Berlin
„Tausende junge Leute sind tot. Riskiere nicht Dein Leben für nichts und wieder nichts. Du bist die Zukunft Afrikas.“ Mit diesen Worten appelliert der populäre senegalesische Sänger Youssou N’Dour im staatlichen Fernsehen seiner Heimat an die Landsleute, sich nicht auf die gefährliche Überfahrt zu machen. Der Spot im senegalesischen Fernsehen, der von Spaniens Regierung bezahlt wurde, zeigt dazu dramatische Bilder: Tote, die an die Küste gespült wurden. Zerschmetterte Holzboote, deren Trümmer von den Wellen auf die Felsen geworfen wurden. Weinende junge Afrikaner, die es zwar bis auf die Kanaren geschafft haben, aber auf der waghalsigen tagelangen Atlantiküberfahrt ihre Geschwister und ihre Freunde verloren haben.
06.01.2008, rbb
Die Grenzen nach Europa werden immer undurchlässiger, um Flüchtlinge, vor allem aus Afrika, fernzuhalten. Doch dadurch wird das Problem nicht gelöst, sondern lediglich auf die angrenzenden Staaten verlagert. Dort leben die Flüchtlinge in einem mehr oder weniger rechtlosen Status, ohne Hilfe der Behörden oder der Polizei. Doch hat Europa nicht auch eine Verantwortung für die Flüchtlinge jenseits seiner Grenzen?
05.01.2008, Kölner Stadtanzeiger
Beim Ausländeramt der Stadt Bonn meldete sich der 44 Jahre alte Freddy H. und behauptete, seine aus Usbekistan stammende ehemalige Freundin arbeite in einem Bordell. Wie sich herausstellte, hatte der Kurierfahrer diesen Vorwurf allerdings erfunden, um aus Rache die Abschiebung der 27-Jährigen zu erreichen.
05.01.2008, Bieler Tagblatt
Der von der Schweiz 2004 nach Burma ausgeschaffte und dort zu 19 Jahren Gefängnis verurteilte Stanley Van Tha ist am Morgen in Zürich eingetroffen. Die Schweizer Behörden begrüssten seine Freilassung.
04.01.2008, dpa
Die Abschaffung der Grenzkontrollen nach Tschechien und Polen kurz vor Weihnachten hat nach ersten Angaben der Polizei keine erhöhte Kriminalität zur Folge. In den ersten beiden Wochen hätten sich die Befürchtungen vor mehr Einbrüchen, Diebstählen oder Unfällen nicht bewahrheitet, hieß es am Donnerstag bei den Polizeibehörden in Bayern, Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg- Vorpommern. Allerdings wurden seit der Erweiterung der Schengen-Zone nach Osten in einigen Grenzregionen deutlich mehr illegale Einreisen registriert.
04.01.2008, taz
Ein 28-jähriger Flüchtling aus Tunesien hat sich am späten Silvesternachmittag in seiner Zelle erhängt. Ein Mithäftling fand ihn mit einer Schlinge um den Hals an einem Fenster hängend. Suizidversuche hat es im Abschiebegefängnis in Berlin-Köpenick schon viele gegeben. Mindestens 186 Flüchtlinge haben in den vergangenen 15 Jahren versucht, sich selbst zu verletzen oder das Leben zu nehmen. Viele von ihnen tun sich etwas an, weil sie nicht wissen, wie sie sonst gegen die Haftbedingungen oder ihre drohende Abschiebehaft protestieren können.
04.01.2008, NZZ
Die illegale Migration weiterhin eine Option für viele Ägypter
Ungeachtet aller Rückweisungen und Gefahren bei der Überfahrt versuchen weiterhin zahlreiche junge Ägypter, illegalerweise nach Europa zu gelangen. Europa gilt als Quelle allen Wohlstands. «Auch wenn noch so viele Emigranten umkommen, werde ich nach Italien fahren. Hier vegetiere ich nur vor mich hin», sagt der 17-jährige Schüler Gamal aus der ägyptischen Flussoase Fayum. Die Oase liegt bloss 100 Kilometer südwestlich von Kairo, ist aber immer noch wenig entwickelt. Viele Einwohner wollen emigrieren, aber nur wenige sind sich der Gefahren bewusst, die mit einer illegalen Migration nach Europa verbunden sind. Alle sind aber überzeugt davon, dass sie es in Europa zu etwas bringen können.
03.01.2008, Kanaren Nachrichten
Auf El Hierro, der kleinsten und westlichsten der Kanaren Inseln, kam ein Flüchtlingsboot mit 77 afrikanischen Immigranten an Bord an. 54 Bootsflüchtlinge erreichten am zweiten Tag des Jahres die Ferieninsel Teneriffa. Vor der mauretanischen Küste wurden 41 Flüchtlinge von der Küstenwache aufgehalten.
03.01.2008, taz
Flüchtlingen geht es finanziell schlechter als ALG II-Empfängern. Viele von ihnen könnten jedoch auf dieselbe Stufe gestellt werden und mehr Geld bekommen. Doch die bürokratischen Hürden sind hoch.
03.01.2008, Der Standard, Wien
Die karge, nur 21 Quadratkilometer kleine Inselrepublik mitten im Pazifik diente der früheren konservativen Regierung Australiens als Internierungslager für Asylsuchende. Doch nicht mehr. Vor ein paar Tagen wurden sieben burmesische Flüchtlinge von Nauru nach Australien geflogen und freigelassen. Noch im Jänner sollen auch die letzten noch inhaftierten Asylsuchenden aus Sri Lanka nach Australien gebracht werden. Dort sollen sie Flüchtlingsstatus erhalten. Danach wird das Lager auf Nauru geschlossen.
02.01.2008, Kleine Zeitung, Graz
Am Neujahrstag konnte Polizei fünf "blinde Passagiere" in einem Lkw in Arnoldstein aufgreifen. Ein 60-jähriger Kraftfahrer aus Griechenland staunte nicht schlecht, als er am Neujahrstag auf Klopfgeräusche aus dem Inneren seines Kühllastwagens aufmerksam gemacht wurde. Als der Lenker die Hecktüre des mit Gurken beladenen Kühlwagens öffnete, sprangen fünf Männer aus dem Fahrzeug und versuchten zu flüchten. Bei den Illegalen handelt es sich um afghanische Staatsangehörige, die auf der Fähre vom griechischen Patras nach Venedig unbemerkt in den Kühlwagen gelangen konnten.
02.01.2008, Der Standard, Wien
Er sei "sauer" auf die Bundesregierung, die wohl die Schengen-Erweiterung "gefeiert", sich aber "mit den Sicherheitsfragen herinnen nicht befasst" habe, stellte LAbg. Franz Gartner, Vizebürgermeister von Traiskirchen, am Mittwoch im Anschluss an einen Sicherheitsgipfel fest. In der Erstaufnahmestelle befänden sich aktuell 770 Personen, von denen 660 Aylanträge gestellt hätten. Gartner befürchtet, dass es demnächst 1.200 bis 1.400 sein werden.
02.01.2008, Agence France Presse
Die spanische Küstenwache hat vor den Kanarischen Inseln drei Boote mit insgesamt 126 Flüchtlinge aufgegriffen. Wie die Seerettungsbehörde mitteilte, wurde unter anderem ein Fischerboot aus Holz mit 40 afrikanischen Flüchtlingen an Bord vor Teneriffa entdeckt. Es wurde von einem Rettungsschiff in den Hafen von Los Cristianos im Süden der Insel geschleppt. Ein zweites Boot mit 28 Menschen zog die Wasserpolizei den Angaben zufolge an das Ufer der Hauptstadt von Lanzarote, Arrecife. Das dritte Schiff mit 58 Flüchtlingen aus Afrika wurde vor Gran Canaria entdeckt.
01.01.2008, Kanaren Nachrichten
Das Jahr 2008 war gerade einmal 3,5 Stunden alt, als ein Patroullienboot der Seerettung das offiziell erste Cayuco des Jahres in den Hafen von Los Cristianos schleppte. Das Flüchtlingsboot war zuvor rund 15 Seemeilen vor der Küste der Ferieninsel vom Radar des mobilen S.I.V.E.-Systems entdeckt worden. An Bord des Flüchtlingsbootes befanden sich insgesamt 68 afrikanische Immigranten, die all ihre Hoffnung auf ein Leben im 'goldenen Europa' gesetzt haben.