Fortress Europe Bericht März 2008
Tote und Vermisste in der "Festung Europa". Beim Versuch, illegal in die EU einzureisen, ertranken im März 23 Immigranten im Mittelmeer. Aber die Zahl der Vermissten könnte um vieles höher liegen und mehrere Dutzend betragen. In Spanien, der Westsahara, Algerien und der Türkei gab es sechs Schiffbrüche. Viele Leichen wurden nicht geborgen.
Drei Personen wurden an der israelischen Grenze von der ägyptischen Grenzpolizei erschossen. Entlang der Routen des somalischen Exodus im Golf von Aden auf Höhe des Jemens starben weitere 128 Flüchtlinge, die vor dem Bürgerkrieg geflohen waren. Befremden hat in der Türkei ein von der Nichtregierungsorganisation "Helsinki Citicens´ Assembly" veröffentlichter Bericht über die Haftbedingungen von Immigranten ausgelöst. In der Schweiz führt das Parlament die für die Abschiebung von Immigranten Verwendung von "Tasern" ein, eine Pistole, die Stromschläge von 50000 Volt austeilt. Im September hat die spanische Regierung dem Einsatz von Zwangsjacken für Abschiebungsmaßnahmen befürwortet. Auch wurde in Spanien gegen drei Angehörige der Guardia Civil eine Untersuchung eröffnet. Sie werden beschuldigt, für den Tod eines 29- jährigen Senegalesen verantwortlich zu sein, der ertrank, nachdem man ihn bei Ceuta ins Meer geworfen hatte. Im Bericht kommt auch ein Algerier zu Wort, der von Annaba nach Sardinien gekommen ist. Außerdem enthält der Bericht einen Musik- Teil, der sich mit den Texten von algerischen und senegalesischen Rappern beschäftigt, die von der Wut der harragas, den Jugendlichen, die "die Grenze verbrennen" wollen, erzählen. Schließlich erinnert der Bericht anlässlich des 11. Jahrestages an den Schiffbruch der Kater I Rades, die am 28. März 1997 von einem Schiff der italienischen Marine gerammt wurde. Bei der schlimmsten Tragödie entlang der Adriarouten kamen 108 Albaner ums Leben. Bericht in italienischer Sprache
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